SLS – Shit Life Syndrom

작년

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Vieles ist besser geworden. Manches bleibt gleich. Die Medizinhistorische Abteilung im Stadtmuseum Gütersloh zeigt: historischer Krankensaal.

Im Jahr erkranken in Deutschland 300.000 Menschen am SLS-Syndrom. Davon war im Radio nichts zu hören. Aber dass 600.000 Menschen an Krankenhauskeimen erkranken und 30.000 davon ihr Leben an Staphylokokken verlieren, war eine wichtige Meldung. Ein Stamm heißt Staphylokokkus difficilis. Diffizil erscheint uns im Zusammenhang mit der Nachricht das statistische Konglomerat, die Zusammenfassung von nichts Spezifischem, als Nachricht im DLF. Es wirkt alarmierend auf die Hälfte von der Hälfte der Bürger. Geneigte, sofort in Panik zu fallen. Stellen Sie sich vor, sie müssten jetzt zu einer Hüft-TEP ins Krankenhaus einrücken und hören die Nachricht im DLF. Wir können Sie beruhigen.

Aufgrund ihrer Nähe zur Gesundheit, befragte das medizinische Seminar des Tümpelinstituts, die zufällig anwesende Institutsschwester Rose. Seit über 40 Jahren im klinischen Alltag geschliffen, antwortete die gelassen:

„SLS – Shit Life Syndrom“

Die Hälfte der Erkrankten kommt aus sozial schwachem, bis zerstörten Mileu, denen die eigene Gesundheit mindestens egal war und wofür es jetzt auch zu spät wäre. Dagegen kann man im akuten Fall nicht mehr tun, als das Leiden zu mindern. Will meinen, gegen Wiederholungstäter gibt es keinen Zauber bis zur Genesung. Das sind schon mal 300.000, gegen deren baldiges Ableben du sowieso nichts machen kannst. Das tun sie selbst schon nicht genug.

Die andere Hälfte der Befallenen, rekrutiert sich aus Diabetikern und ähnlich Vorerkrankten, die oft mit Rauchen und, oder Trinken, sowie fortgeschrittenem Alter zu tun haben. Dekubitus, offene Beine, etc.. Es verbleibt tatsächlich ein winziger Teil unter den 30.000 an Staphylokokkus-Verblichenen, deren Leben ursächlich vom Staphylokokkus beendet wird. Wir sind über 83 Millionen Bürger (31. Dezember 2018). Was soll die Nachricht bezwecken?

Ohne die Zusatzinformationen der Schwester Rose, hätte die Nachricht nie heraus gegeben werden dürfen. Der lebende Beweis für das Gegenteil von Panik ist unser Dekan, Bruder Afrog, der seine Hüft-TEP auf wundersame Weise überlebt hat. Kein einziger Staphylokokkus sei ihm begegnet, versichert er. Dagegen das SLS mehrfach und immer wieder, auch im Alltag.

SLS ist im britischen Krankenhaussystem ein ebenso gebräuchlicher Begriff, wie die GOMERs. Wer kennt die Gomer? Get out of my emergecy room! Das sind die therapieresistenten Fälle, die immer wieder rein kommen. Wenn sie Pech haben, fangen sie sich dabei einen Staphylokokkus.

Hanau, 16. Nov. 2019

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Glückwunsch zur überstanden OP und gute Besserung ;) aber nun zu deinem Post...

Es verbleibt tatsächlich ein winziger Teil unter den 30.000 an Staphylokokkus-Verblichenen, deren Leben ursächlich vom Staphylokokkus beendet wird. Wir sind über 83 Millionen Bürger (31. Dezember 2018). Was soll die Nachricht bezwecken?

was die Nachricht bezwecken soll weiß ich nicht, aber 30.000 sind egal wie man es sehen mag 30.000 zuviel, im von dir zitierten Jahr 2018 gab es z.B.

Wieder mehr Verkehrstote in Deutschland zu beklagen – im Jahr 2018 sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes insgesamt 3.275 Menschen im Straßenverkehr tödlich verunglückt. Die Anzahl der Verkehrstoten hatte im Vorjahr den bis dato niedrigsten Wert seit der Deutschen Wiedervereinigung angenommen.29.10.2019
Verkehrstote in Deutschland bis 2018 | Statista

...das ist ein Zehntel von den oben angeführten 30.000 und wir sprechen hier von Straßenverkehr mit insgesamt mehr als 54 Millionen Kontrahenten (47 Mio PKW´s, 4 Mio Krafträder und 3 Mio LKW´s -Quelle Statista).
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang das der AOK-Report für z.B. 2014 eine Zahl von 18.800 Todesopfern von Falschbehandlungen in Krankenhäusern berichtet Quelle bei insgesamt 18,8 Millionen Behandlungen in deutschen Krankenhäusern die Zahl liegt also für sich genommen bei 0,1% nimmt man die 30.000 Keim-Opfer mit hinzu sind es schon 0,26% immer noch eine kleine Zahl sicherlich aber ich habe ja auch noch nicht alles an Sterbefällen aus den Krankenhäusern rausgesucht.
Und hey jedes Menschenleben was in einem Industriestaat wegen Behandlungsfehlern oder mangelnder Hygiene vor seiner Zeit ausgelöscht wird, ist eines zuviel und in meinen Augen ein Versagen der Verantwortlichen der Klinik-Leitung und der Behörden!

Wir alle machen Fehler, Klinikpersonal und behandelnde Ärzte sowie das Management der Kliniken sind davon keinesfalls ausgenommen, allerdings stehen dort oben 18.800 Behandlungsfehler mit Todesfolge das sind einige, aber Todesfälle wegen Keimen (30.000) sind "KEINE FEHLER" das ist pure Nachlässigkeit und Ignoranz von Tatsachen, sowas ist in gar keinem Fall auch nur ansatzweise zu tolerieren!!!

Ich habe bis jetzt aber nur von gaaaaaanz wenigen Strafverfahren gegen Klinikmanagement und Behörden wegen so etwas gelesen bzw. gehört (bin aber sicherlich dort noch gut vernetzt), das stimmt mich doch ein wenig grimmig um es mal höflich zu formulieren, den unhöflicheren Teil denke ich mir mal.

Isoliert irgendwelche Zahlen zu betrachten macht in den seltensten Fällen wirklich Sinn, es sei denn man möchte etwas ganz bestimmtes erreichen. Und das Ziel deines Vergleiches scheint mir irgendwie ein wenig misslungen, aber vielleicht habe ich ja auch nur was falsch verstanden oder etwas übersehen !?

Nachdenkliche Grüße aus Andalusien ans Tümpelinstitut der Stadt der Krankenhäuser

Don Thomas

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Da wünsch ich doch mal Glückwunsch zur überstandenen OP.
Ich hoffe wir kommen auch bald zu Besinnung, denn unsere Quotenkrankenhäuser in der Masse sind einfach nicht mehr zeitgemäß.
Dänemark macht es vor, die Ärzte dort haben auch ein Privatleben und müssen nicht auf Droge zur Arbeit kommen, nur um den Arbeitstag zu überstehen.
Große Krankenhäuser mit viel Personal und vielen Fallzahlen und besseren Hygienekontrollen, anstatt viele kleine Häuser mit unerfahrenen Personal.
Die Aufgaben sind da noch groß aber das bekommen wir auch hin.

Ich würde mal schätzen ,dass unsere individuelle Lebensweise auch vor dem Gesundheitswesen keinen Halt macht.
Wenn früher alle Kinder ohne aufmucken geimpft wurden, sind heute paranoide Helikoptereltern, die durch ihre Filterblase bestätigt werden, von einer alternativen Gesundheitsmaßnahme überzeugt.
Der Mensch mag ja sonst wo individuell eingestellt sein und das kann er ja auch aber der Körper tickt halt bei allen ziemlich gleich.

Einige Dauerpatienten die wichtige Betten belegen, bräuchten eher einen kostenlosen Therapieplatz, anstatt ständig den Arzt zu blockieren.
Meine Ansicht über unser Gesundheitssystem.

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Bei der Meinungsäußerung stimme ich gerne zu. Demokratisch, ausgewogen mit der Kritik am richtigen Platz. Danke für deinen Beitrag, @break-out-trader. Ja, das kriegen wir auch noch hin. die nordischen Länder machen es uns vor, wie es im Gesundheitssystem weiter zu gehen hat. In unseren Häusern reiert der Irrsinn. Auf Seiten der Verwaltung, wie auf Seiten der Patienten. Die Beschäftigten werden zwischen diesen Fronten zermahlen und das muss ein schnelles Ende haben.
Genüsslich schmatzen tut über das irre System nur noch die Pharmaindustrie. Selbst die Ärzte stehen am Rande ihrer Leistungsfähigkeit. Bei Schwestern und Helfern – nur noch Fehlzeiten. Aus gutem Grund!!!

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Ich hab hier mar ein Vergleich zwischen dem deutschen und dänischen Gesundheitssystem.

https://www.krankenkassenvergleich.com/krankenversicherung-daenemark/

In meinem Denken sollte der Kapitalismus nichts mit Gesundheit zu tun haben.
Wenn die Pharmaindustrie kein Interesse hat wirkungsvolle Medikamemte weiter zu erforschen und zu verbessern, nur weil das Patent abgelaufen ist, dann ist das sehr schlecht.

Wenn wir das dänische Modell übernehmen würden, dann kommen mir aber Fragen.
Was wäre uns Deutschen unsere Gesundheit wert, wenn schon bei dem Thema Impfung die Leute rotieren.
70% Abgaben vom Lohn und sehr hohe Steuern auf Luxusgüter(Schnaps,Kippen,Autos etc.), würden bei uns wohl die Selbstmordrate drastisch erhöhen.
Wir müssen zunächst mal klären was wir überhaupt wollen, denn die Dänen sind trotz dieser Abgaben die glücklichsten Europäer.

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Gibts da noch keine Impfung gegen?

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Eigentlich schon. Es gibt nur das Problem, dass die Leute die impfen könnten glauben, sie hätten ihren Erfolg aus eigener Kraft geschafft. Die erwarten von jedem, dass es geschafft wird, sonst werden ihre Mindestanforderungen nicht erfüllt. Sie haben es aber nie alleine geschafft. Das ist ein Irrtum. Es war eine ganze Gesellschaft, die sie nach oben befördert hat, indem sie alle Anforderungen erfüllt haben, die unsere Gesellschaft an sie gestellt hat und niemand kann erwarten, dass andere Menschen das gleiche tun.
Ganz eindeutig:

Wir haben ein Elitenproblem!