Biestjaeger: Die Schwarze Pyramide 73 Meister der Pyramide - 3 von 6

7개월 전


Was bisher geschah: Schockiertes Aufwachen im Kerker. Die Reptiloide Zisba hilft den Verwundeten. Und ob sie angenommen wurde der nicht, davon lässt sie sich nicht abhalten.

Regulan Gressk erwachte aus seinem traumlosen Schlaf und war sofort hellwach. Zisba erwartete ihn schon mit einem Mantel. Sie sah ihn mit ihren treuen Augen an.

»Guten Morgen Lehrer«, begrüßte sie ihn freudig.
Gressk lächelte.
»Auch dir einen guten Morgen. Wenn es wirklich morgen ist.«
»Ja. Ihr habt zwei Nächte und einen halben Tag geruht.«
Genau wie er die Kräuter abgestimmt hatte. Gressk konnte die Wirkung auf die Stunde genau bestimmen um zu jedem Zeitpunkt aufzuwachen, den er wollte. Nackt wie er war, trat er zu Zisba herüber und sie reichte ihm den Mantel. Er drehte und streckte seinen Hals und streichelte Zisba über den Kopf.
»Wie geht es meiner treuen Assistentin?«

Zisba war ihm stets ergeben und auf sie konnte er sich immer verlassen. Sie hatte ihm ein kleines Frühstück zubereitet, das auf einem schlichten Tisch bereit stand.
Danach widmete er sich dem Kleidungsritual und bereitete sich auf den Tag vor. Er würde den Gefangenen erst einen kurzen Besuch abstatten um sich einen Überblick zu verschaffen, dann würde er der großen Matriarchin mitteilen mit seiner Arbeit zu beginnen. Er griff nach seinem Stab der in einer hellen Lichtsäule ruhte und wog ihn in seiner Hand. Zufrieden spürte er die Energie die von dem alten Artefakt ausging. Zisba öffnete die Türen und gemeinsam gingen sie in Richtung Kerker.
»Du hast sie versorgt wie ich es dir angewiesen hatte?«, fragte er überflüssig, denn er wusste, das sie tat, was immer er auch von ihr verlangte.
Zisba nickte.
»Ja. Ganz wie ihr es gewünscht habt.«
»Gut. Dann geh und hole Banke-Tau. Sage ihm, er soll in den Kerker kommen.«

Auf dem Weg nach draußen begegneten ihm einige Tempeldienerinnen und Strukturisten die ehrfürchtig ihre Häupter senkten als er an ihnen vorbei schritt. Er durchschritt die Schwelle aus der Dämmerung des Tempelganges in die warme Sonne. Schwüle Luft schlug ihm entgegen und er schloss die Augen und atmete tief ein. Nirgendwo hatte er sich wohler gefühlt als hier. Es war perfekt.

Er nahm sich die Zeit seine Umgebung zu betrachten. Die Tempel mit ihren Verzierungen und Arkaden. Die Statuen, wie sie erhaben über sie alle wachten. Die ächzenden und stampfenden Maschinen, die einen leichten Ölgeruch verströmten. Die Geräusche der Litanei skandierender Eleven auf den Tempelplätzen. Kampfgebrüll wehte von den Übungsplätzen herüber. Insekten schwirrten umher. Einige Vögel kreischten als die Echsen nach ihnen schnappten. Er roch die Pflanzen die überall an den Tempelwänden wuchsen und deren Wurzeln bis tief hinab in die Erde reichten. Und dann der Turm. Es hatte Jahre gedauert ihn wieder aufzubauen und zu reparieren. Doch all die Mühen und der Schweiß hatten sich gelohnt, die er in die Erforschung der alten Absturzstelle gesteckt hatte. Dabei war er auf das Wissen gestoßen mit dem er alles aufgebaut hatte. Heute stand er prächtiger und größer denn je und war das Zentrum ihrer Macht. Von ihm ging ein leises Summen aus.

Gespeicherte Energie.
Dies war die entscheidende Waffe die endlich zu ihrem Sieg führen sollte. Gressk gönnte sich einen Augenblick des stolzen Innehaltens. Die Zeit war gekommen. Das fühlte er, das wusste er. Es gab keinen Zweifel. Angemessenen Schrittes ging er auf den Kerkertempel zu. Kurz davor hörte er ein Stampfen. Banke-Tau kam zu ihm herüber und sah missgelaunt aus.

»Warum hast du mich rufen lassen, Gressk?«
Gressk schaute ihn nicht an als er antwortete.
»Weil du dabei sein sollst wenn ich mit den Gefangenen spreche. Schließlich hast du sie gefunden. Da gebührt dir auch die entsprechende Ehre.«
»Auf die Ehre kann ich verzichten. Ich will nichts mit deinen ehrlosen Foltermethoden zu tun haben.«
»Das brauchst du auch nicht. Es geht nur darum ihnen nochmal vor Augen zu führen, dass sie besiegt wurden. Danach kannst du dich deinen Vergnügungen hingeben, oder was auch immer dir belieben mag.«
Banke-Tau schnaufte wieder.
Regulan Gressk stieg die Stufen zum Eingang empor wo zwei Crocylen Wache standen. Sie musterten ihn und nahmen ihre Hellebarden zur Seite um ihn passieren zu lassen.
»Ich nehme an, dass nichts vorgefallen ist?«, fragte er.
Die linke Wache drehte sich ihm zu.
»Nein, ehrwürdiger Regulan. Alle Gefangenen haben sich ruhig verhalten.«

Gressk ging ohne ein weiteres Wort weiter. Sie standen zu tief in der Hierarchie um mehr als ein paar seiner Atemzüge würdig zu sein. Banke-Tau stampfte missmutig hinterher. Vor der Kerkertür hob Gressk seine rechte Hand, hielt den roten Ring vor das Auge der Tür und sagte leise etwas, das der Bakhauva nicht verstand. Nach einem kurzen Moment öffnete sie sich und gab den Blick ins Innere frei. Alle Augenpaare richteten sich sofort auf ihn. Niemand sagte ein Wort.

»Wie ich sehe hat Zisba euch wirklich gut gepflegt.«
»Dann seid ihr also Regulan Gressk?«, fragte einer der Gefangenen.
Gressk wandte sich ihm zu.
»Ja, das bin ich und wer seid ihr?«
Er bekam nur eine Antwort.
»Ich werd´ dir dein dreckig´s Herz rausreissen, du verdammter Dreckspriester!«
Gressk schaute den Zwerg an.
»Das bezweifele ich, Zwerg«, sagte er belustigt.
»Komm her, dann treib´ ich dir deine Zweifel schon aus.«
»Und ich reiß´ dir die Gedärme aus dem Leib und erwürg´ dich damit«, rief eine weibliche Stimme.
»Jetzt hört schon auf«, rief ein anderer und die Zwerge verstummten nach ihren letzten Worten.
»Anscheinend bist du der Anführer«, sagte Gressk. »Wie lautet euer Name?«
»Ich bin Grayden. Und ja, ich führe diese Gruppe.«
Wenn er die Aufmerksamkeit auf sich zog, konnte er die anderen vielleicht schützen.
»Gut. Sehr gut. Dann kannst du mir auch meine Fragen sicherlich beantworten.«
Langsam ging Gressk zu dem Tisch mit dem gefangenen Schildmeister.
»Was wollt ihr hier?«
Grayden antwortete nicht.
»Nun gut.Dann muss ich mir die Antworten wohl selbst holen.«

Dabei tippte er mit dem Zeigefingern an Graydens Stirn.
Zuerst war da ein Ziehen in seiner Schläfe. Dann schoss ihm ein greller Blitz durch den Kopf und der Schildmeister bäumte sich vor Schmerzen auf. Er biss die Zähne zusammen. Dann war es auch schon vorbei und er sackte auf den Tisch zurück.
»Du widerlicher Mistkerl, lass den Schildmeister in Ruhe«, rief Magnus.
Gressk blieb ruhig und liess Grayden zu Atem kommen.
Die Übertragung war aus irgendeinem Grund nicht sehr deutlich. Vor seinem geistigen Auge sah Gressk nur ein paar wirre Bilder und auch die waren größtenteils verschwommen. Nochmals tippte er dem Schildmeister an die Stirn und dieser bäumte sich wieder auf. Diesmal dauerte der Kontakt länger. Keuchend sackte Grayden zusammen als Gressk die Verbindung unterbrach. Er wartete auf die Bilder, die wieder keinen Sinn ergaben. Das hatte Gressk bisher noch nicht erlebt und liess von dem Schildmeister ab und ging zu dem Menschen, der ihn angefahren hatte.

»Kannst du mir vielleicht sagen was ich wissen will? Nein, ich denke nicht das ein lumpiger Nordmann etwas Bedeutendes wissen könnte.«
Magnus spuckte ihn an.
»Spring in den Abgrund, Priester.«
Banke-Tau grinste.
Langsam wischte sich der Regulan den Speichel von der Wange.
»Es ist normal, das man sich und seine Leute nicht verraten will.“ sagte er betont ruhig. In seinen Augen blitzte es dabei aber gefährlich auf.
»Verrecke.«
Gressk sah auf den Nordmann herab. Er hob seinen Stab und hielt ihn an dessen Brust. Ein dumpfes Geräusch war zu hören und Magnus wurde bewusstlos.
»Elender Hurenpriester.«
Dimitrions Augen brannten vor Zorn.
»Und wen haben wir hier?«, fragte ihn der Regulan.
»Jemand der dich töten wird.«
»Und womit habe ich diese Ehre verdient?«
»Ihr habt meine Gemeinde überfallen und meine Leute umgebracht.«
»Ich habe niemanden überfallen, da müsst ihr euch irren.«, antwortete Gressk ruhig. Dem Gesindel gegenüber etwas zuzugeben, wäre ihm im Traum nicht eingefallen.
»Euer Genstrukturist hat es mir gesagt, kurz bevor ich ihn getötet habe. Was wollt ihr von uns?«
»Ich will von euch lernen.«
»Lernen?«
»Wie habt ihr es geschafft die Energiezufuhr zu unterbrechen?«
»Ich weiß nicht, was du meinst.«
Gressk ging zu den Zwergen rüber.
»Willst du es mir sagen, Zwerg?«
»Verreck´ Bastard.«
»Nun gut. Wenn ihr es nicht sagen wollt, muss ich euch wohl dazu zwingen.«
»Versuch´s ruhig«, sagte die Zwergin.
Gressk lächelte. Widerspenstige Kinder, das waren sie. Und sie mussten erzogen werden. Er hätte es vorgezogen, seine Antworten auf einfache Weise zu bekommen aber sie verweigerten sich ihm. Narren. Früher oder später würden sie reden.

Fortsetzung folgt in Nr. 74 - Meister der Pyramide 4 von 6 ...

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