Auf Autopilot

지난달

Momentan kommt es mir vor, als ob mein Leben auf Autopilot abläuft. Ich habe einen mehr oder weniger geregelten Tagesablauf (auch wenn ich daheim bin). Aber negative Gedanken muß ich aktiv wegschieben (was nicht 100%ig klappt) und auch zum Verlassen der Wohnung (egal zu welchem Zweck) muß ich mich zwingen, zum Umgang mit anderen Menschen ganz generell auch. Jetzt war ich wieder an zwei Tagen auf dem Moscheefest und am zweiten Tag hat es mich wieder extrem genervt. Alle außer mir sind in Gruppen da oder kennen jemanden, mit dem sie sich hinsetzen können. An letzterem wäre es bei mir auch nicht unbedingt gescheitert - als Deutsche falle ich genug auf und einige kennen mein Gesicht zumindest vom letzten Fest im Juni (?), wenn nicht von einigen Freitagen, an denen ich seitdem nachmittags geholfen habe, nach dem Freitagsgebet in der Küche aufzuräumen.

Aber ich hatte halt einfach nicht die Ruhe, mich draußen allein irgendwo hinzupflanzen. Da wird das mangelnde Verständnis der türkischen Sprache zur zusätzlichen Ausrede für das Fremdeln. Und vielleicht läßt sich daran ganz gut meine nicht funktionierende Kompensationsstrategie erklären. Ich bemühe mich derzeit, mein Türkisch wieder ein bißchen zu verbessern. An den Gefühlen, die ich innerlich habe, ändert das aber eigentlich nicht viel, wie gut ich mich mit jemandem unterhalten kann ... trotzdem täusche ich mir damit Erfolge vor, scheint es mir.

Nach außen ist dann der Erfolg für die anderen sichtbar und wird bewundert. Und im nächsten Schritt muß ich mich dann rechtfertigen dafür, daß es mir wenig bedeutet, weil ich anschließend in dunklen Momenten vor allem sehe, was es nicht gebracht hat. Und dann bin ich auch nicht für andere Aussagen erreichbar.

Darüber, ob ich an einem Tag alles geschafft habe, was ich hätte tun können, denke ich nicht nach. Nicht, weil ich das gut finde, ich kapituliere einfach vor dem, was ich nicht ändern kann. Zum Glück haben die Ämter und andere Stellen dafür ein bißchen Verständnis oder bei Terminen Puffer eingebaut.

In die Maßnahme zurück will ich am liebsten gar nicht. :/

Und so komm ich mir eigentlich ziemlich egoistisch vor gerade.

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Ich versuch Dir ´mal Paroli zu bieten :
Nummer Eins, der SchlussSatz, er zieht das Ganze irgendwie ins Satirische, und man möchte Dir in dem Kontext dann auch beipflichten und Egoismus bestätigen.
Nummer Zwei, ist der Text voller Ansprüche an Dich selbst, die Du irgendwie zu erfüllen hast, zusätzlich zu den Sachen, die Du tun musst, um auf Kurs zu bleiben (#WENNMANDASSOSAGENKANN).
Und dann muss das alles zusammen wieder noch kompensiert werden, von Dir selbst.
Aus dieser Warte den Begriff Egoismus an zu wenden, wird Diesem Begriff dann doch etwas gerechter.
Es kommt mir so vor, als würden die Begriffe, die benutzt werden, zwar zu dem System gehören, in dem Du Dich gefangen fühlst, aber es ist, als ob die Begriffe an den falschen Stellen angewendet würden, die Kompensation, das AutopilotVerhalten, ErfolgsVorstellungen, auch der Egoismus, die abstrakte "SelbstLiebe", ... , Überleben.
Du bist nicht allein, so manches kann ich z.B. nach fühlen,
und zum Schluss ein blöder Tipp ?
Du bist stark genug Dich zu überwinden, .!.
also #FREUDICHDOCH zu den Ergebnissen.
Sorry, wenn ich Dir zu nahe trat.

u.

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Alles gut. :)

Irgend nen Rat geben. Oder vorschläge machen, dazu bin ich defenitiv der Falsche. Ich finde es zumindest gut das du deine Gedanken und dein geschehenes so für dich reflektieren kannst. Ich denk irgendwann kommt der Punkt da wird das alles wieder einigermaßen hinhauen. Ich wünsch dir auf jedenfall ne Menge Kraft dafür und drück dir weiterhin tatkräftig die Daumen das du für dich einen guten Weg findest.

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Ich weiß nicht, ob ich überhaupt für Ratschläge offen wäre, gelegentlich reagiere ich da etwas allergisch (was mich dann später auch wieder ärgert). Ich hab ja versucht, verschiedene Hilfsangebote zu nutzen bis zum Frühjahr, und es hat halt doch nicht hingehauen. Danke für Dein Daumendrücken.

Es tut nir Leid, dass du Dich so alleine fühlt. Ich weiss nicht warum du teilnehmst and Türkische Feste. Vielleicht solltest Du dich mal fragen ob es dort einen Platz für Dich gibt. Egal ob du die Sprache sprichst, mithelfst Du wirst nicht akzeptiert sonst würdest Du dich nicht alkein hinsetzen müssen.

Das Gefühl kenne ich schon und auch ich würde sowas nicht machen. Ich bin kein sozialen Mensch und rede nicht einfach mit jeder. Vielleich soll man dafür auch eher brutal sein? Ich halte auch nichts von Festen und viele Leute zusammen und gehe dann auch nicht hin. Auch nicht zum aushelfen, das war mal.

Negativen gedanken... sind sie negativ oder auch realistisch?
Gibt es einen Grund dafür, vielleicht die Wahrheit und sollst Du ändern?

Elend fühlst Du Dich schon, ist es schlimm um einen anderen Kreis zu suchen, aufzuhören mit was unglücklich macht? Es ist jein Plicht überall mitzumachen. Das wichtigste ist, dass Du dich wohl fühlst. Bleib zuhause, verwöhne Dich und kümmere Dich erst und allein mal darum.

Schreib alle Tagen mal 3 schöne Sachen auf was Du für Dich gemacht hast. Lass dich mal auf ein mangel nach vitamine D3 untersuchen. Die meisten haben es und das sorgt auch für depressionen. Alles liebe für Dich 💕

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Das habe ich aus deinen Beiträgen schon herausgelesen, daß du nicht so sozial im Sinne von "scharf auf Gesellschaft" bist.
Ich bin da persönlich ein bißchen gespalten. Familienfeiern in großer Runde waren fester Bestandteil meiner Kindheit, also gibt mir das auch ein bißchen Heimatgefühl, mit den Frauen in der Küche zu sitzen. Ich kann nicht ruhig irgendwo sitzen, sondern laufe lieber herum und mache was - auch das funktioniert bei solchen Veranstaltungen ganz gut. Und ich werde schon akzeptiert dort, das machen kleine Gesten deutlich.

Das Problem mit dem tendentiellen Unwohlsein ist nicht an diese Gesellschaft gebunden.
Und ich bin eigentlich schon viel souveräner geworden (finde ich).

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@isarmoewe Familienfeier gab es bei uns auch als ich Kind war. Keine Ahnung wie oder wann das aufgehört hat. Vielleich weil vielen immigriert sind, 2 Generationen innerhalb ein.paar Monaten verstorben sind oder alles sich geändert hat und Leute eigentlich weniger Lust dazu haben nich die Wohnung zu verlassen? Alle sind beschäftigt und immer mehr liebe ihre Ruhe, sind hoch sensibel oder habe einen grad von Autismus.

Du kennst Dich am besten und weiss woran es nicht oder liegen kann wenn du dich Elend oder depressive fühlst. Allein sein ist nicht gleich an sich einsam und Elend fühlen. Beschäftigt sein, herum laufen lenkt schon ab ist aber keine Lösung.

Laß das mit D3 mangel mal untersuchen und vielleicht gibt es einen Weg bestimmte Keute/Freunden zu finden womit Du etwas unternehmen kannst.

LG 💕

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Vielleich weil vielen immigriert sind

Du meinst sicher emigriert (ausgewandert). (Ich gehe davon aus, daß du dich auf die Niederlande beziehst.)

Oh, ich weiß genau, warum die Familienfeiern erst seltener wurden und dann ganz wegbrachen: Umzüge, größere Entfernungen, Todesfälle, ausziehende Kinder (die nochmal weiter weg zogen), persönliche Entfremdung. Der mütterliche Teil meiner Familie hat eine Lösung gefunden, zu meiner Tante väterlicherseits hat nur noch mein Vater sehr losen Kontakt und sie wünscht es wohl auch so. Ob wir dann mitbekommen, wenn unsere Oma stirbt, und uns verabschieden können? Fraglich, aber man kann sich seine Familie nicht aussuchen.

Meine Wertschätzung für "etwas unternehmen" hat sich tatsächlich geändert - es ist ein bißchen so, wie @gaich schreibt, man möchte sich nicht dauernd aushalten lassen. Ich habe einen Kumpel, mit dem ich unregelmäßig ins Kino gehe. Ansonsten hab ich meine Sozialkontakte schon vor allem beim Ehrenamt. Und ein paar Freunde, die ich nur 1-4 mal im Jahr auf speziellen Treffen sehe, weil auch sie über Deutschland verteilt leben.

Ich glaube, man wird sich selbst genug, wenn man lange einfach nur morgens zur Arbeit geht, abends heim und dann nichts mehr macht außer fernsehen und Hausarbeit. So habe ich aber nie gelebt.

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@isarmoewe Ja meine ausgewandert, weg aus die Niederlande.Viel sind auch nicht mehr übrig bei mir..Ganz toll waren die auch nicht. Von 5 Kinder spreche/sehe ich noch 4.. Zwei via Whatsapp wovon 1 fast täglich. Meine Freundin auch via Whatsapp sehe ich vielleicht 1 Mal im Jahr.

Alle sind immer beschäftigt oder trauen sich nicht auto zu fahren oder sind krank. Krank bin ich leider auch und das hilft auch nicht mit.

Schön dass du jemand hast um mit ins Kino zu gehen. Sowas mache ich mit dem Kinder oder wir bleiben zuhause und shauen uns eine Film an. Wir shauen kein Fern also das ist schon gemütlich.

LG 💕