Marihuana, LSD, Pilze, Meth, Crack, Heroin? Alles das Gleiche! (nicht meine Meinung)

3년 전

Hey Steemerinos,

wie einige wissen, ziehe ich aktuell aus der Nähe meiner Familie weg bzw. meiner Mutter und diese macht mir das auch so schwer wie möglich, da sie mich aufgrund von früheren Pilzkonsum für einen Junkie hält, der bald alles und jeden verlieren wird. Natürlich auch den Verstand.

Aber mir sind bei ihr und ihrem Partner, der mich natürlich vor seinem inneren Auge auch bald an der Spritze sieht, einige Sachen aufgefallen, also, was die Argumentation angeht und welche ich auch in unserer Gesellschaft sehr oft finde.

Und zwar: Alkohol und Tabak sind cool, alles andere im gleichen Topf & schlecht.

Der erste Fall war, dass ihr Freund ihr einen Bericht zugesteckt hat, bei dem jemand seine Mutter auf Droge abgestochen hat und der Oma das Auge. Nach meiner näheren Recherche hat er aber nur angegeben auf Droge zu sein und dieses wurde nichtmal als Psychadelika klar aufgeführt.
Außerdem soll er ein Fiebermedikament genommen haben.

Allerdings glaube ich dass der Kerl eh nur versucht den Mord an seiner Mutter zu verheimlichen und da die Oma ihn dann noch niederschlagen konnte, musste er sich was ausdenken. Shrooms etc. hätte man noch vor Ort feststellen können,da die Pupillen Tellergröße gehabt hätten.
Bei LSD und fast allen anderen Psychadelika eigentlich das Gleiche.

Also hier haben wir schon einmal ein Fall von Verallgemeinerung und vorallem "blinden Glauben". Mal davon abgesehen dass ich mit diesem Hund ganz offen über alles geredet habe und er mir damit so in den Rücken fällt, obwohl ich glaubte er könnte mich verstehen, ist es einfach nur dreist einen gleich bei dem Wort "Drogen" in diesen Topf zu werfen.

Aber gestern ist wieder etwas passiert, was den Vogel in meinen Augen komplett abgeschossen hat.

Die Vorgeschichte kennen nicht alle, aber ich umrande es kurz: Hatte mal einen Badtrip und habe viel Mist gebaut. Es ist weder jemand verletzt worden, noch war ich in ernster Gefahr. Hätte man mich einfach in mein Zimmer gebracht, wäre es nie zu einem richtigen Badtrip geworden.
Naja. Muss man jetzt nicht ausbreiten - das nehme ich auf meine Kappe und das war Mist, ganz einfach.

Wenn ich da so an einen Alkoholrausch zurückdenke, wo ich knapp einer Verstümmelung meiner Hand entgangen bin und wo das gesamte Haus blutverschmiert war...war der Badtrip schon fast harmlos dagegen, auch wenn er im Gegensatz zu dem Erlebnis im Krankenhaus geendet hat, was allerdings meiner Meinung nach total unnötig und übertrieben war.

Egal. Zurück zum Thema.
Da also meine Mutter mich aufgrund dieser Geschichte und meinem Willen es auch weiterhin zu tun (natürlich in angemessener Dosis!), für einen Junkie hält der seine nächste Dosis braucht, hat sie meiner Oma, einer 80+ Dame erzählt, dass ihr Enkel ja wahrscheinlich bald im Drogensumpf versinkt.

Hierbei bestärkte meine Oma dann meine Mutter noch, dass es ja genau richtig wäre mich aus der Wohnung zu ekeln (was ja im Grunde auch der Grund ist, warum ich weg muss & mittlerweile auch will) und sie von einem Vorfall gehört hätte, der ja auch mit einer Frau war, die regelmäßig konsumierte. (sie wollte mir also auch verklickern dass das Psychadelika sind)

Bei diesem Vorfall hat sich eine Frau die Augen rausgerissen ( am nächsten Morgen, vor einer Kirche) weil sie es für ein Opfer für Gott gehalten hat.
Sie hatte den Abend zuvor eine sehr hohe Dosis CRYSTAL METH konsumiert. CRYSTAL METH!!!!!!
Und ich als Shroomer werde mit sowas in einen Topf geschmissen. Aber auch die Tatsache das einer alten Dame zu erzählen, die wahrscheinlich eh nicht so dermaßen lange hat, ist in meinen Augen einfach unter aller Sau.

Die Begründung dafür war, dass wenn irgendwas passiert, sie es meiner Oma ja wenigstens vorher erzählt hätte und es nicht aus heiteren Himmel käme.
Man geht also schon davon aus, dass ich bald ganz am Ende angekommen bin.

Aber da sieht man gut, was ich für diese Leute bin und dass es im Grunde für die keinen Unterschied macht, ob ich kiffe, spritze, Pilze, Crystal Meth nehme oder LSD schmeiße. Ich bin ein Junkie und mir ist bald nicht mehr zu helfen.

Traurig, irgendwie, ja. Ich glaube ohne Steemit, meine Freunde und allgemein der Möglichkeit mich mit anderen Menschen auszutauschen (z.B. diverse Foren), wäre ich langsam echt verrückt geworden. Dabei möchte ich einfach selber entscheiden können, was ich tue.

Und ist es wirklich so abgrundtief schlecht Pilze zu nehmen, weil man sich, sein Leben, seine Phobie und alles andere damit besser verstehen kann?

Liebe Grüße
Kranoras

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Wow wie traurig das einfach ist. Aber leider sind nun mal alle Drogen gleich klassifiziert und somit meist auch der gleichen Strafe ausgesetzt.

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Ja, da sagst du was. Eine gute Freundin war die Tage über bei mir und hat das Ganze mitbekommen. Die findet es auch ziemlich daneben, wie meine Mutter argumentiert und vorallem die ganze Familie mit reinzieht.

Aber so ist es wohl, es ist alles gleich stigmatisiert/klassifiziert.

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Das mit der Familie ist wirklich sehr Schlimm. Jeder darf ja seine eigene Meinung vertreten aber damit meiner Meinung nach nicht anderen Schaden.

Stigmatisiert beschreibt es relativ gut.

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Aber schauen wir mal wie es weiter geht. Ist schön zu sehen, dass es auch andere so ähnlich wie ich sehen!

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Ja, bin auch gespannt. Verfolge die Debatte sowieso dauerhaft.

Hey @kranoras :)
Als erstes mal: Wow, das ist wirklich, wirklich heftig was du schreibst. Deine Familie scheint sich absolut NULL über die Thematik informiert zu haben und sich blind an die Horrormeldungen aus den Medien zu klammern. Und das sogar ohne die genauen Hintergründe zu kennen.
Es tut mir wirklich unendlich leid, dass du das durchmachen musst. Du kannst jedoch auch viel Selbstbewusstsein daraus schöpfen, wenn du trotz all dem Gegenwind lernst, dich nicht entwurzeln zu lassen und wie ein Baum im Sturm zu tanzen. Du bist ein wundervoller Mensch und nur weil deine Familie sehr dogmatisch ist und dich verurteilt und absolut ekelhaft behandelt, heißt das nicht, dass sie recht haben. Vergiss das nie.

Ich bin ebenfalls Psychonautin und auch ich durfte mir von manchen in meinem Umfeld wirklich heftige Dinge anhören. Und das ausgerechnet von denen, die KEINE Ahnung von Drogen und insbesondere Psychedelika haben. Und natürlich ganz nebenbei Alkohol, Fastfood, Zucker, Kaffee, Cola und Kippen wie bekloppt konsumieren.
Dass ich nicht mal Alkohol trinke und mich sehr gesund ernähre war für die kein Argument. Auch dass ich mich selbstständig gemacht habe, seit über 11 Jahren in einer Beziehung und 4,5 davon verheiratet bin und ein sehr gutes, stabiles Leben führe, das ist wohl auch egal. Laut denen lande ich in der Psychiatrie, unter der Brücke oder im Entzug. Vielleicht sogar tot am Bahnhof Zoo, wer weiß was die sich alles ausspinnen.

Ich weiß, sowas tut SAU weh! Doch ich kann dir nur einen Rat geben, den mir ein ganz, ganz lieber Freund gegeben hat, der selbst nicht mal konsumiert. Er meinte: Sei nicht traurig und lass dich nicht verunsichern. DU hast die Erfahrungen gemacht, nicht DIE. Und DU weißt, was es dir gebracht hat und wie es dir damit geht. Lass deren Meinung dich nicht davon abbringen, dir zu vertrauen und vor allem lass dich niemals respektlos behandeln, weil du deinen Weg gehst, wie auch immer er aussehen mag und wer auch immer ihn versteht und gut findet und wer nicht!

Dieser Rat hat mir damals sehr gut getan, denn er hat Recht!

Es ist sehr schwer solchen festgefahrenen Menschen mit logischen Argumenten zu kommen. Wenn doch, hier mal einige Fakten:

  • Dr. David Nutt, Psychiater und Neuropsychopharmakologe und ehemaliger Drogenberater der Britischen Regierung, legte in einer Studie die Gefahrenpotenziale verschiedener Drogen dar. Dabei beachtete er unterschiedlichste Kriterien, wie Suchtpotenzial, Schadenspotenzial für den Nutzer und sein Umfeld, usw.
    Psychedelika wie Pilze und LSD sind an den aller letzen Stellen! Pilze wurden als aller ungefährlichste Substanz eingestuft und gelten wie LSD laut vielen, vielen Studien und Fachmeinungen als NICHT-Suchterzeugende Substanzen!
    Hier ein Link zu einem Artikel mit entsprechender Grafik (ach wie seltsam, dass dabei heraus kam, dass Alkohol mit die gefährlichste Droge ist...)
    https://internationalstudentblog.w.uib.no/nutt-visits-bergen/

  • Im Gegenteil: Durch Pilze und LSD wurden und werden in der psycholytischen Therapie sogar Suchtkranke geheilt. Dr.Stanislav Grof, ein Psychiater, Psychotherapeut und Medizinphilosoph hat vor der Prohibition von LSD sogar lange seinen Patienten LSD gegeben und konnte so sogar als Menschen helfen, die als psychisch unheilbar galten. Seine Bücher kann ich nur empfehlen.

  • Von LSD und Pilzen kann man nicht sterben, da man so gigantische Mengen konsumieren müsste, dass die tödliche Dosis noch nie jemand erreicht hat

  • Leute die durchdrehen und kranke Sachen machen gibt es auf jeder berauschenden Substanz. Das liegt dann jedoch meist am Konsumverhalten, der Psyche und den Umständen. Der meiste Mist passiert unter dem Einfluss von Alkohol, aber das will ja wieder keiner hören. Und selbst bei Alkohol muss man sagen: Die Menge machts! Von einem Glas Wein geht keiner kranken Mist machen. Von 3 Litern wahrscheinlich schon!

  • Pilze können sogar gegen Leiden wie Migräne helfen

Dass du wegziehst, ist in deinem Fall das Beste, das dir passieren kann. Auch wenn es vielleicht kein schöner Umstand ist. Du kannst dich jedoch nun von all der Negativität und dem "Blödsinn einreden" distanzieren und endlich frei deinen Weg gehen.

Ich frage mich, was wohl schlimmer ist: Ein gesunder, vernünftiger Mensch, der seine Selbstentdeckung, Spiritualität und Philosophie mit einem Pilz aus der Natur erkundet oder eine Familie, die diese für das Selbe wie Heroin und Crystal Meth hält (da sieht man wie viel Ahnung solche Leute haben, wenn sie die Wirkungen von Psychedelika damit ernsthaft vergleichen!) und ihr Kind/Enkelkind anprangern und mies behandeln, bis es wegziehen will/muss.

Vielleicht sollten einige sich mal hinterfragen...

Deine stärkste Waffe (auf Argumente hören solche Menschen meist nicht): Leb dein Leben und sie werden sehen, wie gut es dir geht, wie "erfolgreich" du bist (nicht zwangsläufig auf Geld/Job bezogen, sondern auf das Gehen deines Weges) und wie du eben nicht scheiterst, abstürzt und kaputt gehst, sondern stark, stolz, frei und gesund lebst.
Das war in meinem Fall die stärkste Waffe. Auch wenn einige immer noch auf den großen Crash warten. Doch ganz ehrlich: Wenn ihr eigenes Leben so langweilig und traurig ist, dass sie auf sowas als ihr Highlight/ Gesprächsthema oder Bestätigung des Egos warten ("Siehst du, ich hatte ja doch recht/hab es ja gesagt!!" ist der Lieblingssatz dieser Leute), dann ist es eh besser, getrennte Wege zu gehen. Wie lange liegt letztendlich an deren Verhalten.

Egal was ist: Du hast ein Recht auf DEIN Leben! :)

Und wenn du mal jemanden zum Austauschen brauchst, der selbst Erfahrungen hat und Psychonaut ist, dann darfst du dich sehr gerne jederzeit melden! :)

Ganz liebe Grüße, Linda

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Ja, jemanden zum Austauschen wäre schon schön :) Auf Steemit ist das leider nur sehr bedingt möglich. Aber ich erkenne mich in deinen Schilderungen wirklich wieder. Ich bin ein sehr starker Sozialphobiker und habe durch diesen Horrotrip viel gelernt. Es war traumatisierend (Nackt vor Polizei, Haare (nur ein paar) rausgerissen und und und...halt ein Badtrip der Extrahärte! Aber er hat mich auch sehr viel gelehrt, was ich weitaus HÄRTER und GEFÄHRLICHER hätte lernen können). Jetzt respektiere ich diese Substanzen richtig, bereite mich immer sehr gut vor und weiß Set & Setting mehr als je zuvor zu würdigen.

Es war denke ich nötig. Auch wenns so krasse Wirkungen am Ende hat, auf Familie & Leben, aber es war denke ich wirklich nötig, vorallem weil ich daraus ja..gewachsen bin. Es war traumatisch, das kann ich dir sagen, aber es hat einfach mir was mitgegeben, was ich jetzt dauerhaft anwenden kann und das ist auch gut so. Wer weiß, was alles hätte passieren können, hätte ich es erst später gelernt. War schon gut so, auch wenns für manche mehr als krass klngt, was ich verstehen kann.

Aber trotzdem ist es halt wirklich nicht mehr schön, wie man hier als Abschaum behandelt wird. Klar, sie kauft ein und macht Essen, aber ansonsten ist das hier keine Familie mehr, nicht einmal ansatzweise. Und ich habe nunmal eine sehr schwere Sozialphobie (woran sie nicht ganz unschuldig ist), die ich damit behandle und das sogar erfolgreich. Ich konnte bereits sehr viel über mich verstehen, die Welt und Ruhe gewinnen, die ich brauche, damit ich mein Leben wieder aufnehmen kann.

Ich bin auf jeden Fall sehr froh über deinen Text, da ich gerade jetzt sowas sehr gut gebrauchen kann :) Ich mag auch diese 0815 Druggies nicht, die sich nur abschießen - aber Psychonauten findet man sehr selten, gerade Damen. Aktuell bin ich nämlich noch Single, möchte mit meiner zukünftigen Partnerin aber gerne auch offen und ehrlich umgehen.
Alles nicht so leicht.

Aber vielen Dank - es ist wirklich schön etwas Feedback zu bekommen und auch andere Psychonauten zu sehen, die in etwa gleiche Erfahrungen gemacht haben. Das Abstoßverhalten von Familien/Freunden (etc.) ist wirklich widerlich.

Ein guter Freund von mir kifft auch ständig und ich mag das nicht so - aber das ändert an der Person für mich rein gar nichts. Aber das sehen wohl nicht alle so, leider.

Liebe Grüße
Kranoras (Name nenne ich dir gerne in privateren Umfeld)