Ideologie 121 - Der Niedergang der Gelehrten und akademischen Welt

11개월 전

05. April 2019

Diese Woche ist in diesem Blog bereits ein übersetzter Beitrag erschienen [1], der von Prof. Dr. Antony P. Mueller [2] verfasst wurde. Dem will ich noch einen zweiten folgen lassen [3], der sich mit Zerfalls- oder Niedergangserscheinungen im Bereich der Kultur an Universitäten beschäftigt. Das englischsprachige Original ist unter dem Titel The Decline of the Scholar and the Decline of Academia (deutsch: Der Niedergang des Gelehrten/Wissenschafters und der Zerfall der Akademie) erschienen.

Der Niedergang der Gelehrten
und akademischen Welt

21. Januar 2019, von Antony P. Mueller

Das bei mises.org im Beitrag enthaltene Bild [3]. Ohne Angaben zum Urheber.201904  Niedergang Bild MisesWire.JPG

Der akademische Gelehrte verschwindet zusammen mit dem grossen Lehrer aus den Fakultäten der Universitäten. Spezialisten besetzen die Positionen, die sie verlassen. Die ersten Opfer dieses Prozesses sind die Studenten. Wenn die Professoren eine Vorlesung halten, haben sie wenig anderes zu lehren, das über ihr kleines Fachgebiet hinausgeht. Über die anderen Bereiche als das Fachgebiet hinaus ist der eindimensionale Experte genauso unwissend wie die Studenten. Wenn die Experten ihre Spezialisierung unterrichten, sind die Inhalte zu weit fortgeschritten, als dass die Studenten sie verstehen könnten, und wenn die Experten in den weiteren Bereich der Disziplin gehen, wird ihr Diskurs amateurhaft. Der Rückgang der Weisheit in der Wissenschaft, der in den letzten Jahrzehnten stattgefunden hat, resultiert aus diesem Wandel.

Wissenschafter, Lehrer und Spezialisten

Von den drei idealen Arten von Universitätsprofessoren - dem Gelehrten (oder Wissenschafter), dem Lehrer und dem Spezialisten - ist der Gelehrte derjenige, der sowohl profunde Kenntnisse eines Fachgebiets als auch solide Kenntnisse anderer Fachgebiete kombiniert. Bis in die 1970er Jahre hatten viele Universitäten in Europa und den Vereinigten Staaten Wissenschafter. Während nur wenige dieser Gelehrten die Glückseligkeit genossen, die das Reich des Genies ist, zeichneten sich viele von ihnen auf die gleiche Weise aus wie die grossen Meister. Die Gelehrten verbreiten Wissen und Weisheit, denn ein grosser Gelehrter ist nicht nur ein Forscher, sondern immer auch ein grosser Lehrer.

Mit dem Gelehrten verschwindet der grosse Lehrer auch aus den Fakultäten der Universitäten. Anders als der Gelehrte, zeichnet sich der grosse Lehrer in seiner reinen Form nicht durch eine Spezialisierung aus. Doch seine Stärke ist ein breites und genaues Wissen über die Teilgebiete seiner Disziplin und seine Fähigkeit, seine Erkenntnisse den Studenten nahe zu bringen. Der grosse Lehrer öffnet die Türen zum Wissen. Er weiss um die vielen Eingänge und die vielen Möglichkeiten, sich durch das Labyrinth des Wissens zurechtzufinden.

Als es noch Wissenschafter und grossartige Lehrer an den Fakultäten gab, profitierten nicht nur die Studenten, sondern auch die Experten. Die Wissenschafter und die grossen Lehrer in den Abteilungen waren die Förderer der Kommunikation. Sie brachten die Fakultät in einer gemeinsamen Diskussion zusammen.

In der Vergangenheit hielten die grossen Lehrer und Wissenschafter die Einführungsvorlesung. Sie würden ihre gewählte akademische Disziplin mit anderen Bereichen vergleichen und den Studenten helfen, selbstbewusst weiterzumachen oder einen anderen Weg zu wählen. In der modernen Universität ist dies beendet. Heutzutage verwerfen die meisten Hochschulen die Einführungskurse auf Ersatzprofessoren. Diese Assistenten und Adjuncten stehen am Anfang ihrer Karriere und können keine Wissenschafter oder gute Lehrer sein und sind ebenfalls noch keine Experten. Es gibt Anzeichen dafür, dass diese Erosion [a] am weitesten fortgeschritten ist in den so genannten "Elite-Institutionen", wo auch die Angst vor politischer Korrektheit [b] am grössten ist und das Kuscheln des amerikanischen Geistes [c] am weitesten fortgeschritten.

Aufstieg des Spezialisten

Im Laufe der Zeit musste die Pauschalförderung der Universität der Fremdfinanzierung weichen. Der Nutzen von Wissenschaft und Lehre zählte weniger, während die neuen Kriterien für die akademische Förderung den Spezialisten bevorzugten, dessen Kompetenz auf ein winziges Fachgebiet beschränkt ist. Um Mittel zu erhalten, mussten die Disziplinen den "Mantel der Wissenschaft" [d] anlegen. Das Gelehrtentum musste dem Scientismus Platz machen.

Während der Ausstoss von Papieren gewachsen ist, hat sich ihre Qualität verschlechtert. Über die gesamte Bandbreite der Natur- und Verhaltenswissenschaften hinweg hat die so genannte "Irreproduzierbarkeitskrise" [e] Zweifel an der Zuverlässigkeit auch der prominentesten Ergebnisse geweckt. Die Nicht-Wiedergabe veröffentlichter Forschung betrifft ein breites Spektrum von Disziplinen, das von der Medizin und Psychologie bis hin zu den Sozialwissenschaften reicht. Untersuchungen haben ergeben, dass nachfolgende Studien etablierte Ergebnisse nicht reproduzieren können. Das Problem umfasst die unsachgemässe Anwendung von Statistiken, verzerrte Forschungstechniken, mangelnde Rechenschaftspflicht und das Denken politischer Gruppen. Der Druck des "Publizierens oder Untergangs" hat zu einer wissenschaftlichen Kultur geführt, die positive Ergebnisse liefert, auch wenn sie von der Datenbasis nicht gerechtfertigt sind.

Wie einige Autoren behaupten, sind die meisten veröffentlichten Forschungsergebnisse in der Medizin falsch [f]. Eine weitere Studie zeigt [g], dass es den Forschern nicht gelungen ist, die meisten Experimente eines anderen Wissenschafters zu reproduzieren, und mehr als die Hälfte haben es versäumt, ihre eigenen Ergebnisse zu reproduzieren. Andere Untersuchungen zeigen, dass offener Betrug [h] hinter den gefälschten Ergebnissen steckt. Nach der Sokol-Affäre [i] vor Jahren haben neue stumpfe Scherze [j] mit erfundenen Papieren die politische Verzerrung einiger akademischer Zeitschriften offenbart.

Je mehr die Spezialisten an einer Universität dominieren, desto mehr wird der ursprüngliche Zweck einer Universität, Wissen zu lehren und voranzubringen, leiden. Numerische Leistungsmessung, die sogar in der Geschäftswelt fehl am Platz ist, wird zu einer Geissel in Bereichen wie Bildung, die für die numerische Bewertung viel weniger geeignet ist als die Wirtschaft. Wie Jerry Z. Muller in seinem Buch Tyranny of Metrics (deutsch Tyrannei der Metrik) [k] erklärt, trägt die Anwendung formaler Maßstäbe zur Messung der akademischen Leistung wenig zur Wissensförderung bei, hat aber zum Spielen, Betrügen und Abweichen von den Zielen geführt. Die Kaskade der Regeln und Vorschriften behindert die Erreichung des ursprünglichen Zwecks der Universität. Fehlausgerichtete Anreize [l] wirken zugunsten des Spezialisten, aber sie verdrängen die Bemühungen von der Bedeutung dessen, was eine Universität sein sollte.

In vielen Bereichen hat die akademische Produktion ein Stadium mit sinkenden Renditen erreicht [m], und der wissenschaftliche Fortschritt ist stagnierend geworden [n]. Das öffentliche Vertrauen in die Wissenschaft hält sich zwar immer noch, aber die Attraktivität der Pseudowissenschaften nimmt zu und es ist nur ein kleiner Schritt von der Popularität der Pseudowissenschaften zur Anti-Wissenschaft. Es liegt im Eigeninteresse der Spezialisten, die heute die Abteilungen dominieren, dass mehr Wissenschafter eingestellt werden.

Ein wichtiger Schritt zur Verringerung des Rattenrennens bei der Veröffentlichung oder dem Untergang würde darin bestehen, die öffentliche Finanzierung der Wissenschaft auslaufen zu lassen. Es ist ein Mythos, dass der wissenschaftliche Fortschritt [o] von öffentlichen Geldern abhängt. Ohne öffentliche Mittel nimmt die Chance auf einen innovativen Durchbruch [p] nicht ab. Im Gegenteil: Die öffentliche Finanzierung der Forschung richtet Zeit und Geld nicht auf Innovationen, sondern auf konventionelle Forschungsbereiche und traditionelle Methoden.

Fazit

In vielen akademischen Bereichen wächst das Bewusstsein, dass der Untergang des Gelehrten das geistige Leben an den Universitäten verarmt hat. Der Rückgang der Universitäten hat sich in den letzten Jahrzehnten beschleunigt. Angetrieben durch Übergriffe des Staates sind die Hochschulen der Verwaltung nachgegeben. Der Scientismus hat die Gelehrten und die grossen Gelehrten verdrängt. Die grössten Opfer dieses Prozesses sind die Studenten, die keine gute Ausbildung mehr erhalten. Sowohl in Bezug auf die Ausbildung der Studenten als auch auf die Forschungsergebnisse rechtfertigt der Nutzen die Kosten nicht. Der Rückzug der staatlichen Intervention wäre der erste Schritt zu einer verjüngten Wissenschaft, beginnend mit einer Kürzung und Einstellung der öffentlichen Finanzierung der Forschung.


[1] Ideologie 119 - Nur der Kapitalismus wird die Millenials retten. @saamychristen, 02. April 2019 https://steemit.com/deutsch/@saamychristen/ideologie-119-nur-der-kapitalismus-wird-die-millenials-retten
[2] Webseite von Antony P. Mueller: http://www.capitalstudies.org/
Bei AIER: https://www.aier.org/staff/antony-mueller
Beim LvM Institut Deutschland: https://www.misesde.org/?p=7107
[3] The Decline of the Scholar and the Decline of Academia. Mises Wire, 21. Januar 2019, von Antony P. Mueller https://mises.org/wire/decline-scholar-and-decline-academia

[a] Exhortation - Summer 2008 - The Disadvantages of an Elite Education - Our best universities have forgotten that the reason they exist is to make minds, not careers. The American Scholar, 01. Juni 2008, von William Deresiewicz https://theamericanscholar.org/the-disadvantages-of-an-elite-education/#.XDmI3FxKjIV
[b] Essays - Spring 2017 - On Political Correctness - Power, class, and the new campus religion. The American Scholar, 06. März 2017, von William Deresiewicz https://theamericanscholar.org/on-political-correctness/#.XDmLIVxKjIU
[c] The Coddling of the American Mind: How Good Intentions and Bad Ideas Are Setting Up a Generation for Failure. Greg Lukianoff und Jonathan Haidt, 2018, Penguin Press. Amazon: https://www.amazon.com/dp/B076NVFT5P/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_N51PCbD3YABSX
[d] The Mantle of Science. Mises Daily, 11. März 2006, von Murray N. Rothbard https://mises.org/library/mantle-science
[e] Irreproducibility Report. NAS, 17. April 2018 https://www.nas.org/projects/irreproducibility_report
[f] Why Most Published Research Findings Are False. John P. A. Ioannidis, PLoS Med. 2005 Aug; 2(8): e124. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1182327/
[g] 1,500 scientists lift the lid on reproducibility - Survey sheds light on the ‘crisis’ rocking research. Monya Baker, Nature, 2016, Volume 533, Issue 7604, 25. Mai 2016 https://www.nature.com/news/1-500-scientists-lift-the-lid-on-reproducibility-1.19970
[h] How Many Scientists Fabricate and Falsify Research? A Systematic Review and Meta-Analysis of Survey Data. Daniele Fanelli, PLoS ONE 4(5): e5738, 29. Mai 2009 https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0005738
[i] Sokal’s Hoax. The New York Review of Books, 08. August 1996, von Steven Weinberg https://www.nybooks.com/articles/1996/08/08/sokals-hoax/
[j] Hoax science - Another set of fake papers takes aim at social science’s nether regions. The Economist, 06. Oktober 2018 https://www.economist.com/science-and-technology/2018/10/06/another-set-of-fake-papers-takes-aim-at-social-sciences-nether-regions
[k] The Tyranny of Metrics. Jerry Z. Muller, 2018, Princeton University Press. Amazon: https://www.amazon.com/dp/0691174954/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_Ng2PCb82G4DTK
[l] Multitask Principal-Agent Analyses: Incentive Contracts, Asset Ownership, and Job Design. Bengt Holmstrom and Paul Milgrom, Journal of Law, Economics, & Organization, Vol. 7, Special Issue (1991), pp. 24-52, Oxford University Press https://www.jstor.org/stable/764957
[m] Commentary - The Law of Diminishing Returns: Much Academic Research Is Either Ignored or Fake. The Independent, 07. November 2018, Richard K. Vedder http://www.independent.org/news/article.asp?id=10604
[n] Science - Science Is Getting Less Bang for Its Buck. The Atlantic, 16. November 2018, von Patrick Collison und Michael Nielsen https://www.theatlantic.com/science/archive/2018/11/diminishing-returns-science/575665/
[o] The Economic Laws of Scientific Research. Terence Kealey, 1996, Palgrave Macmillan. Amazon: https://www.amazon.com/dp/0312128479/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_4j2PCbSHRRAHX
[p] The Evolution of Everything: How New Ideas Emerge. Matt Ridley, 2015, Harper. Amazon: https://www.amazon.com/dp/0062296000/ref=cm_sw_r_tw_dp_U_x_Ji2PCbT5BGWY8


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Ich stimme größtenteils zu (obwohl ich nur halbwegs die Situation in Deutschland kenne, nicht die in den USA), allerdings führt sich der Autor mit dem letzten Satz leider selbst vor.

Der Rückzug der staatlichen Intervention wäre der erste Schritt zu einer verjüngten Wissenschaft, beginnend mit einer Kürzung und Einstellung der öffentlichen Finanzierung der Forschung.

Meines Wissens ist die Wissenschaft so, wie im Artikel beschrieben, geworden, weil sie seit etwa 2 Jahrzehnten sukzessive teurer und unfinanzierbar wird. Als Beispiel möchte ich den ITER nennen, der selbst auf europäischer Ebene alel Beteiligten an die Grenzen ihrer Finanzierungskraft brachte.

Der Rückzug der USA aus der Weltraumforschung geschieht ja nun auch nicht aus Jux und Dollerei.

Will sagen: mehr staatlichen Rückzug zu fordern ist gar nicht nötig. Außer man will die Wissenschaft richtig zerstören. Welcher Unternehmer würde denn Grundlagenforschung in der Kernphysik oder die Lösung der letzten unentdeckten Rätsel der Festkörperphysik fördern?
Ab einer bestimmten Qualifikationsebene ist die Personalkapazität an den Unis so dünn geworden, daß die Fachleute gezwungen sind, in die Industrie zu wechseln. Die mittlere Gehaltsebene in der akademischen Forschung existiert praktisch nicht mehr.

Danke für deine ausführliche Darstellung.
Ich denke, wenn man in einem Fachbereich seinen Abschluss
gemacht hat, sollte man seinen Horizont immer mehr erweitern.
Man kann kaum in einem Fachbereich optimal wirken, ohne
die anderen Sachgebiete hinzuzuziehen.
In allen Bereichen ist interdisziplinäres und divergentes Denken
sehr wichtig.
Wer sich nur einseitig ausrichtet, wird bei realen Problemlösungen
große Schwierigkeiten haben.
Viele Grüße.

·

Danke für deinen Kommentar!

Es ist im Wesentlichen ja nicht meine eigene Darstellung, sondern die von Prof. Anthony P. Mueller, die ich hier übersetzt habe.

Ansonsten kann ich dir nur zustimmen und ich sage, dass der Zauberausdruck wohl «vernetztes Denken» heisst. Wichtig ist, dass man in der Wahrnehmung des grossen Bildes nicht völlig verkehrt liegt. Wenn denn der Teufel dann Sprichwörtlich dennoch im Detail verborgen ist, mag das so sein, wenigstens geht man nicht orientierungslos an die Sache heran.

Dir auch herzliche Grüsse.

Wenn man bedenkt, was diese Mißgeburten (Wissenschaftler) der Menschheit und dem Planeten für Schmerzen bereitet haben und werden, wäre es für sie vorteilhafter, nie geboren worden zu sein!

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Weil du lieber zu Fuß gehen würdest, dein Gemüse selbst anbauen und auf den Computer und das Smartphone verzichten möchtest?

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Danke für den Kommentar!

Es tut mir leid, aber mit dieser Ausdrucksweise, besonders einem Wort, kann ich nichts anfangen. Es ist sicherlich so, dass einige Wissenschafter ziemlich verrückte Leute waren/sind. Nicht alle haben die Welt zu einem besseren Ort gemacht, einige waren auch an historischen Verbrechen beteiligt. Wer nach begangenen Verbrechen entlarvt wird, wünscht sich eventuell tatsächlich, nie geboren worden zu sein. Wie man sich als Verbrecher fühlt, weiss ich nicht.

Ich würde in diesem Zusammenhang mit spezialisierten Wissenschaftern von einseitig begabten Genies sprechen, die die Möglichkeit erhalten haben, vor allem ihren Talenten entsprechend zu arbeiten. Das ist einerseits eine tolle Gelegenheit, andererseits auch eine Reduktion des eigenen Daseins. Ein Wissenschafter ist in der Regel also keine moralische oder politisch hoch angesehene Instanz, sondern ein Fachspezialist.

Ethik, Sozialkompetenz, Menschenfreundlichkeit und Marktwirtschaft liegen allesamt eher nicht im Zentrum des Lebens dieser Menschen. Verständnis für den ordinären Berufstätigen muss man dort ebenso kaum suchen.

Das ist auch genau das, was Prof. Mueller beklagt, dass es den über mehrere Disziplinen Gelehrten, der gerade für Studenten ein grosses Vorbild sein kann, kaum mehr gibt.


Vor einigen Tagen habe ich selbst einmal ein paar Gedanken über Genies veröffentlicht:

Persönlichkeitsentwicklung 043 - Über Genies und ihre Ticks. @saamychristen, 21. Februar 2019
https://steemit.com/deutsch/@saamychristen/persoenlichkeitsentwicklung-043-ueber-genies-und-ihre-ticks

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Verständnis für den ordinären Berufstätigen muss man dort ebenso kaum suchen.

Naja, letztlich ist ein angestellter Wissenschaftler - übrigens auch eine aussterbende Art, weil zu teuer - auch nur ein ordinärer Berufstätiger.

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Sie bevorzugen der Rede Zier - damit lässt sich die Wahrheit nicht verschönern. Sicher sind es nie alle, aber hier jetzt diejenigen aufzulisten, die nicht dazu gehören, ist nicht meine Aufgabe. :)

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Ich bevorzuge nicht nur der Rede Zier, sondern trete hier als Ausnahme mit Klarnamen auf. Das hat einerseits den Vorteil, dass direkt die Vorstellung da ist, dass man es mit einem echten Menschen zu tun hat, über den man auch etwas herausfinden kann. Andererseits bin ich auch sehr rasch zu ausfindig zu machen, wenn ich mich juristisch sanktionierbar verhalte.

Deswegen ist ist es auch nicht meine Aufgabe, knallharte Dinge wie Anschuldigungen zu z. B. Spionage, Missbrauch von Wissenschaft und dergleichen hier zu tätigen, womöglich gar auf Basis von Spekulationen. Das kann man vielleicht dann tun, wenn man über entsprechendes Wissen und eine prall gefüllte Kasse für rechtliche Streitigkeiten verfügt.