Zitate 126 - Tom Woods über «Libertäre Kulturkämpfe» 2/5

2년 전

18. März 2019

Zunächst das Video des Vortrages «Libertäre Kulturkämpfe» [4] von Tom Woods [1]:

2/5 - Konformität und Widerspruch

(7:59-17:04)

I think the more important culture wars that we find ourselves engaged in are not the ones with oddball crazy people. I suppose a different brand of oddball crazy people: namely the regime under which we live. The culture of this regime was laid bare to us with the passing of John McCain (1936-2018) [c].

Ich denke, die wichtigeren Kulturkämpfe, in denen wir uns befinden sind nicht die, die wir gegen seltsame, verrückten Menschen austragen. Ich führe eine andere Art von seltsamen, verrückten Menschen ins Feld: nämlich das Regime, unter dem wir leben. Die Kultur dieses Regimes wurden uns mit dem Tod von John McCain (1936-2018) [c] offenbart.

I am not here to say terrible things about John McCain. But what I do want to do is to observe what we can learn about the regime we live under, based on what happened in the wake of his death. Here is what we read from probably future (and actual - remark) congresswoman Alexandria Ocasio-Cortez. She is a Democratic Socialist and this is what she tweeted out: "John McCain's legacy represents an unparalleled example of human decency and American service. As an intern I learned a lot about the power of humanity in government through his deep friendship with Senator Kennedy. He meant so much to so many. My prayers are with his family." [d]

Ich bin nicht hier, um schreckliche Dinge über John McCain zu sagen. Aber was ich tun möchte, ist zu beobachten, was wir über das Regime erfahren können, unter dem wir leben, basierend auf dem, was nach seinem Tod passiert ist. Hier ist, was wir von der wahrscheinlich zukünftigen (und tatsächlichen - Anm.) Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez lesen konnten. Sie ist eine demokratische Sozialistin, und das ist es, was sie bei Twitter verbreitet hat: "John McCains Vermächtnis stellt ein unvergleichliches Beispiel für menschlichen Anstand und Dienst an Amerika dar. Als Praktikantin lernte ich viel über die Macht der Menschlichkeit in der Verwaltung durch seine tiefe Freundschaft mit Senator Kennedy. Er bedeutete so vielen so viel. Meine Gebete sind bei seiner Familie." [d]

Now, you may say to me: "Woods, she had to say something. She has to acknowledge his passing." No doubt. But did she absolutely have to say "John McCain represents an unparalleled example of human decency"? Is it that what happens automatically to you when you pass from this vale of tears? So I wonder about this. Here we have a Democratic Socialist and yet she automatically knows exactly what the rituals of the regime are. That when one of its favorite sons passes, this is how you speak. Even if you thought that McCain's war service was something to honor. Then at least just go ahead and say that. But this language is bizarre and cultish, not normal. It is not the way normal people think. So I thought this was an opportunity to reflect on the regime and the media culture in which we live.

Nun, können Sie zu mir sagen: "Woods, sie musste etwas sagen. Sie muss seinen Tod anerkennen." Kein Zweifel. Aber musste sie unbedingt sagen "John McCain ist ein beispielloses Beispiel für menschlichen Anstand"? Ist es das, was automatisch mit einem passiert, wenn man aus diesem Tal der Tränen entschwindet? Also frage ich mich, was das ist. Hier haben wir eine demokratische Sozialistin und doch weiss sie automatisch genau, was die Rituale des Regimes sind. Wenn einer seiner liebsten Söhne stirbt spricht man so. Selbst wenn man dachte, dass McCains Kriegsdienst etwas ehrenvolles war. Dann geht man hin und sagt es so. Aber diese Sprache ist bizarr und kultisch, nicht normal. Es ist nicht so, wie normale Menschen denken. Ich dachte also, dass dies eine Gelegenheit sei, über das Regime und die Medienkultur, in der wir leben, nachzudenken.

She has learned that the regime showers with preposterous honors those people who served the interests of the Empire. So, no matter what enormities a normal moral reckoning would condemn someone for, he is to be canonized. Anyone like her who has ambitions within the regime had better join in the huzzahs. I frankly am astonished that Trump somehow managed to refuse to be steamrolled into these creepy canonization rituals. I did not think even he could resist. And there there was a CNN reporter standing there in the Oval Office barking at him: "Mr. President, are you going to say anything about John McCain? Mr. President, Mr. President, can you hear me? Mr. President? He just ignored him. This is bizarre. I cannot believe somebody resists the regime and this guy runs the regime!? One person.

Sie hat gelernt, dass das Regime die Menschen, die den Interessen des Imperiums dienten, mit grotesker Ehrerbietung überschüttet. Also, unabhängig davon, für welche Ungeheuerlichkeiten eine normale moralische Abrechnung jemanden verurteilen würde, er soll heiliggesprochen werden. Jeder wie sie, der Ambitionen innerhalb des Regimes hat, sollte sich besser an dem Jubel beteiligen. Ich bin ehrlich gesagt erstaunt, dass es Trump irgendwie gelungen ist, sich zu weigern, in diese gruseligen Heiligsprechungsrituale hineingedrückt zu werden. Ich hätte nicht gedacht, dass gerade er widerstehen könnte. Da stand ein CNN-Reporter im Oval Office und fuhr ihn an: *"Herr Präsident, werden Sie etwas über John McCain sagen? Herr Präsident, Herr Präsident, können Sie mich hören? Herr Prösident? Er ignorierte ihn einfach. Das ist bizarr. Ich kann nicht glauben, dass sich jemand dem Regime widersetzt und dieser Kerl dem Regime vorsteht!? Eine einzelne Person.

Now I know, we are supposed to respond. He is supposed to respond with platitudes. He is supposed to say: "I deeply respect John McCain's life of public service and his commitment to human rights around the world." But do you know what? I do not. I do not respect any of these people or their BS public service or their laughable so-called commitment to human rights. I do not believe a word of it. I do not like to see anyone suffer and I do not rejoice in that. But I am not going to say something that I would have to have a lobotomy to believe. And yet, we are taught to believe that what has happened now is that we have lost a maverick. The media all got the memo: "You are to refer to this man to everyone as a maverick." And so they did everywhere. All the news magazines on the cover. Maverick, maverick, maverick...

Nun, ich weiss dass wir antworten sollen. Er sollte mit Plattitüden antworten. Er sollte sagen: "Ich respektiere John McCains Leben im öffentlichen Dienst und sein Engagement für die Menschenrechte auf der ganzen Welt." Aber wissen Sie was? Das tue ich nicht. Ich respektiere weder diese Menschen noch ihren Schwachsinn von wegen öffentlicher Dienst oder ihr lächerliches so genanntes Engagement für die Menschenrechte. Ich glaube kein Wort davon. Ich mag es nicht, wenn jemand leidet, und ich freue mich nicht darüber. Aber ich werde nicht etwas sagen, was ich nur unter dem Einfluss einer Lobotomie glauben könnte. Und doch wird uns beigebracht zu glauben, dass das, was jetzt passiert ist, darin besteht, dass wir einen Querdenker oder Nonkonformisten verloren haben. Die Medien haben alle das Memo erhalten: "Ihr sollt diesen Mann allen gegenüber als Querdenker bezeichnen." Und so taten sie es überall. Alle Nachrichtenmagazine brachten das auf dem Vorderseite. Querdenker, Querdenker, Querdenker...

I know, I honor Ron Paul (born 1935) [e] a lot. Maybe that is one of my big faults. You know, you go to a job interview and they ask you: "What is your biggest fault?" And you always give some ridiculous response: "I work too hard." You give like some fake compliment to yourself. I do not think it actually is a negative thing to say nice things about Ron Paul. Think about a real maverick and then think about Ron Paul. They are the same thing aren't they? Here is somebody who stood up to the entire establishment. Not just its left-wing version. And he stood up to the all of its beloved institutions. Here is a man who cast the sole no vote in the house more than any other congressman and in fact more than all other congressmen combined. That is a maverick!

Ich weiss, dass ich Ron Paul (geb. 1935) [e] sehr oft ehre. Vielleicht ist das einer meiner grossen Fehler. Wissen Sie, das verhält sich so, wie wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch gehen und sie einen folgendes fragen: "Was ist Ihr grösster Fehler?" Und Sie geben immer eine lächerliche Antwort: "Ich arbeite zu intensiv." Sie geben sich selbst eine Art falsches Kompliment. Ich denke nicht, dass es eigentlich eine negative Sache ist, nette Dinge über Ron Paul zu sagen. Denken Sie an einen echten Nonkonformisten und dann an Ron Paul. Das ist ziemlich das gleiche, nicht wahr? Hier ist jemand, der sich gegen das gesamte Establishment gestellt hat. Nicht nur gegen die linksgerichtete Version. Und er erhob sich gegen alle vom Establishment innig geliebten Institutionen. Hier ist ein Mann, der öfter als jeder andere Kongressabgeordnete die einzige Nein-Stimme abgabe, tatsächlich tat er es öfter als alle anderen Kongressabgeordneten zusammengenommen. Das ist ein Querdenker!

He opposed the Federal Reserve when nobody else so much has mentioned it, much less criticized it. He stood up to the Empire and the whole rotten system, not just one particular intervention somewhere. And he even got it through the thick heads of some conservatives, that the bipartisan foreign policy consensus represented the very opposite of conservatism. So, will our gatekeepers of approved opinion have such kind words for Ron Paul? The question answers itself. For these people a genuine maverick is like a crucifix in front of Dracula.

Er lehnte die Federal Reserve ab, als niemand sonst viel darüber gesprochen und sie noch weniger kritisiert hat. Er erhob sich gegen das Imperium und das gesamte verfaulte System, nicht nur gegen einen bestimmten Eingriff irgendwo. Und er hat sogar geschafft, durch die dicken Köpfe einiger Konservativer zu dringen und zu zeigen, dass der überparteiliche, aussenpolitische Konsens das genaue Gegenteil von Konservatismus darstellt. Also, werden unsere Torwächter der anerkannten Meinung solch freundliche Worte für Ron Paul finden? Die Frage beantwortet sich von selbst. Für diese Menschen ist ein echter Nonkonformist wie ein Kruzifix vor Dracula.

The very last thing the regime in its media want is a maverick, a true dissident who asks the questions we are supposed to keep to ourselves. McCain loved the regime and the Empire. At no time did he adopt a position that the New York Times or The Washington Post would consider a fundamental attack on the state. And that is why they loved him. He played by their rules. They were thrilled to call him a conservative. All the better to police opinion in America. Why? If you are conservative, we have this John McCain fellow for you.

Das allerletzte, was das Regime in seinen Medien will, ist ein Querdenker, ein wahrer Dissident, der die Fragen stellt, die wir angehalten sind für uns behalten. McCain liebte das Regime und das Imperium. Zu keinem Zeitpunkt nahm er eine Position ein, die die New York Times oder die Washington Post als einen grundlegenden Angriff auf den Staat in Betracht betrachten würden. Und deshalb liebten sie ihn. Er spielte nach ihren Regeln. Sie waren begeistert, ihn einen Konservativen zu nennen. Umso besser, um die Meinung in Amerika zu kontrollieren. Warum? Wenn Sie konservativ sind, haben wir diesen John McCain als Kollegen für Sie.

McCain's legacy lives on in every politician and journalist who jumps on every propaganda report to justify another round of bombing and intervention. It lives on in every politician, who, after 15 years, after another idiotic intervention has occurred, finally admits it was a mistake. Never apologizing to the people, he smeared at the time those who tried telling him as it was a mistake and who predicted every obvious consequence that any damn fool should have known. It lives on in a media that craves bipartisanship, but bipartisanship in the service of the state and bipartisanship in which the left gets what it wants and the right gets a nice photo op. It lives on in the families who are missing children, because of a war that McCain finally admitted had been a hideous mistake and a ludicrous expenditure of scarce resources. McCain was a man of the state in every fiber of his being. That is why they cheer him and that is why we on the other hand have to tell unpopular truths about McCain and about the the Empire he served.

McCains Vermächtnis lebt in jedem Politiker und Journalisten weiter, der auf jeden Propaganda-Bericht aufspringt, um eine weitere Runde Bombardierung und Intervention zu rechtfertigen. Es lebt in jedem Politiker weiter, der nach 15 Jahren, nach einer weiteren idiotischen Intervention, endlich zugibt, dass es ein Fehler war. Niemals entschuldigte er sich bei den Leuten, er beschmierte damals diejenigen, die ihm zu sagen versuchten, dass es ein Fehler war und die jede offensichtliche Konsequenz voraussagten, die ein verdammter Narr hätte wissen müssen. Es lebt in einem Medium weiter, das sich nach Überparteilichkeit sehnt, aber Überparteilichkeit im Dienste des Staates und Überparteilichkeit, in dem die Linke bekommt, was sie will und die Rechte einen schönen Phototermin. Es lebt weiter in den Familien, denen Kinder fehlen, wegen eines Krieges, den McCain schliesslich zuliess, der ein schrecklicher Fehler und eine lächerliche Verschwendung der knappen Ressourcen gewesen. McCain war ein Mann des Staates in jeder Faser seines Seins. Das ist, warum sie ihn bejubeln und das ist der Grund dafür, warum wir unpopuläre Wahrheiten über McCain und das Imperium, dem er diente, aussprechen müssen.

I say these things, because this shows how culturally radically different we are from the entire mainstream. They respond one way, we think the other. When we look at our heroes, we think about the things we might say about them and how we might honor them. And our heroes are scarcely to be acknowledged at all (by the mainstream - remark). Even though our heroes truly are fearless they were not going to get a favorable profile in the Washington Post. And yet they spoke the truth. They said things that no one else would say for no reward other than the reward that comes from knowing that you have done the right thing.

Ich sage diese Dinge, weil sie zeigen wie wir uns kulturell radikal vom gesamten Mainstream unterscheiden. Sie reagieren auf die eine Weise, wir denken auf die andere. Wenn wir unsere Helden betrachten, denken wir darüber nach, was wir über sie sagen könnten und wie wir sie ehren könnten. Und unsere Helden werden nur sehr spärlich gewürdigt (vom Mainstream - Anm.). Auch wenn unsere Helden wirklich furchtlos sind, werden sie kein wohlwollendes Profil in der Washington Post bekommen. Und doch sprachen sie die Wahrheit. Sie sagten Dinge, die niemand sonst für bloss die Belohnung sagen würde, die durch das Wissen entsteht, das Richtige getan zu haben.

How about the culture of the universities? We find ourselves in opposition to that, because half the time we find ourselves in uncomfortable positions on universities. Some of our folks do not get promoted, they do not get hired, they get harassed, they get the terrible office in the corner with no window. They get screamed at when they appear on campuses. They get called all kinds of crazy names that make no sense. And meanwhile the (conformist) people in the universities doing these things portray themselves as dissenters.

Wie sieht es mit der Kultur an den Universitäten aus? Wir befinden uns in einem Gegensatz dazu, denn die Hälfte der Zeit befinden wir uns an den Universitäten in unbequemen Positionen. Einige unserer Leute werden nicht befördert, sie werden nicht eingestellt, sie werden schikaniert, sie bekommen das schreckliche Büro in der Ecke ohne Fenster. Sie werden angeschrien, wenn sie auf dem Campus erscheinen. Sie werden mit allen möglichen verrückten Namen versehen, die keinen Sinn ergeben. Und inzwischen stellen sich die (konformen) Menschen an den Universitäten, die diese Dinge tun, als Abweichler dar.

We are the resistance! We are the resistance! These others are the people who hold and push views that are held by the entire media all of academia, all of the entertainment and cultural world, the intelligence agencies and the deep state. This is hardly Guinness Book of World Records level courage going on before our eyes. Do you want to see real resistance? How about standing up against ideas that are relentlessly pushed by the media, the political classes, academia and the culture etc. That is resistance! And as we have been seeing, all it takes is one high profile figure saying no and the foundation begins to totter.

Wir sind der Widerstand! Wir sind der Widerstand! Diese anderen sind die Menschen, die Ansichten vertreten und vorantreiben, die von den gesamten Medien, der gesamten Wissenschaft, der gesamten Unterhaltungs- und Kulturwelt, den Geheimdiensten und dem tiefen Staat vertreten werden. Dies ist kaum eine Vorstellung des Mutes auf der Ebene des Guinness Buches der Rekorde, die sich vor unseren Augen Mut abspielt. Wollen Sie echten Widerstand sehen? Wie wäre es, sich gegen Ideen zu wehren, die von den Medien, der politischen Klasse, der Wissenschaft, der Kultur usw. unermüdlich vorangetrieben werden? Das ist Widerstand! Und wie wir gesehen haben, genügt es, wenn eine hochkarätige Persönlichkeit nein sagt und schon beginnt das Fundament zu wackeln.


[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_Woods
https://mises.org/profile/thomas-e-woods-jr
[4] Libertarian Culture Wars | Tom Woods. misesmedia YouTube Kanal, 09. Oktober 2018

[c] https://en.wikipedia.org/wiki/John_McCain
https://de.wikipedia.org/wiki/John_McCain
[d] Original Tweet von Alexandria Ocasio-Cortez: https://twitter.com/aoc/status/1033538876370046977?lang=de
[e] https://en.wikipedia.org/wiki/Ron_Paul
https://de.wikipedia.org/wiki/Ron_Paul


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