Spar' dir dein Geld und spare es nicht!

2년 전

Zinswahnsinn

Wer kennt es denn nicht?


Das Geld kam rein, man hat 50€ übrig. Wohin mit dem Geld?
Einen schönen Abend im Kino, Freunde einladen?
Investieren?, nur wohin?, Aktien?
Oder, doch lieber für schlechte Zeiten beiseite packen?, man weiß ja nie?

An dieser Frage scheiden sich, wie so oft, die Geister.
Wie man am besten mit seinem Geld umgeht, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Der Wunsch, gar der Drang, das eigene Geld danach bestmöglich auszugeben, dass man eine schöne Zeit hat, ist durchaus verständlich. Wer gönnt sich schließlich nicht mal ein Eis für wahnsinnige 1,50€, weil es doch so gut schmeckt, oder ein neues Kleidungsstück, ob nun Hose oder Hemd, auch wenn man es doch nicht braucht? Vielleicht ist es verschwenderisch und kurzsichtig, oder ist es vielleicht aber auch der richtige Schritt zum persönlichen Glück?
Natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden.

Auch gibt es die akribischen Sparer, mich Geizhals eingeschlossen, die wohl nichts schöneres darin sehen, als dass sich auf ihren Konten das Geld nur so anhäuft, immer in kleinen Schritten, versteht sich, und man damit eine kleine Absicherung gegen die schlechteren Zeiten hat.


Sparen kann teuer sein!, Pixabay.com, CC0 Lizenz
Nicht nur das, sondern ist - im Falle einer Pleite der Bank - das Geld bis zu 100'000€ pro Sparer abgesichert. Auch erhält man sogar noch zusätzliches Geld dafür, dass man das Geld aufhebt und es nicht ausgibt. Geld zu Geld machen, also. Grob gesagt. Aufgrund des Leitzinses der EZB wäre es allerdings ein wahres Wunder, wenn man eine Bank findet, welche Geldbeträge mit über 1% Zinsen pro Jahr verzinst. Sparer werden hier eindeutig benachteiligt, da heutzutage leider 0,1% - 0% Zinsen p.a. bereits an der Tagesordnung sind. Dafür sind, im Umkehrschluss, Kredite und Bausparverträge so günstig wie noch nie.

Wäre nun der Moment, sein eigen Grund und Boden zu erwerben?

Nun, zu guter letzt, fehlen doch noch die Investoren, die man auch erwähnen muss.
Diejenigen, welche versuch(t)en ihr Vermögen durch Kryptowährungen oder Aktien und Fonds zu vermehren. Statt eines Sparkontos oder einem Kaufrausch mit einem euphorischen Schrei über die 80%-Rabatt-Aktionen bei Kinderarbeitmarkt haben sie stattdessen ein Depot, mehrere Börsenaccounts, vielleicht Trading-Bots und Sparpläne, womit sie regelmäßige neue Aktien einkaufen.
Demzufolge gibt es drei mögliche "Philosophien", wie man sein überschüssiges Geld denn am besten und nutzbringendst verwenden könnte. Allerdings ist das philosophieren darüber, wie denn der Mensch glücklich wird, nicht mein heutiges Ziel.

Was kostet mich das denn?


(Da der "Gewinn", welchen man aus einem Kaufrausch erhält nicht in Zahlen zu fassen ist, so ignoriere ich diesen hier. Auch sind meine Tipps lediglich nur als "zweite Meinung" zu verstehen, die allerdings keinen konkreten Tipp zum Investment geben werden. Depot wird hier synonym mit Wertpapier- oder Aktienkonto gebraucht. Da ich auch keine Lust auf Algebra, o.ä., habe, vereinfache ich die Rechnung mit festen, arbiträren, Werten.)

Nehmen wir einmal den simplen Betrag von 50€ pro Monat an.
Ein realistischer Betrag, den jemand berufstätiges pro Monat beiseite legen könnte und mit dem man sehr einfach rechnen kann.

Sehen wir uns einmal an, welche Kosten auf einen zukommen, und was man dadurch erhalten kann.

Die meisten Tagesgeldkonten und Sparbücher kosten nichts. Ihre Einrichtung, ihr Verwaltung und Besitz ist kostenlos. Hingegen ist ein Depot (je nach Anbieter) mit verschiedenen Kosten verbunden. Sowohl Einrichtungs-, Jahres-, als auch Ordergebühren (Buchungsgebühren) können anfallen, wobei letzteres definitiv anfallen wird. Eine durchschnittliche Jahresgebühr beträgt zwischen 0-50€.


Läppernde Gebühren, Pixabay.com, CC0 Lizenz
Also, ungefähr 0-5€ pro Monat. Hingegen ist die Einrichtung und Eröffnung in den meisten Fällen gratis.
Der wahre Kostenfaktor in der Depotführung ist allerdings nicht der Besitz eines solchen, sondern das "Einzahlen" und "Auszahlen" von diesem. Die meisten Banken nehmen für Spar- und Tagesgeldkonten keine Gebühren, wohl aber für die, sogenannten, "Orders", oder Buchungen, auf einem Depot.

Diese "Ordergebühren", also Buchungskosten, belaufen sich, je nach Anbieter, auf Beträge mit mindestens 2€ wobei jedoch keine Grenze nach oben gesetzt ist. Einige Anbieter nutzen Pauschalbeträge von 5€ pro Order, egal wie hoch der Betrag ist, andere hingegen verlangen einen wachsenden Betrag, oder einen festen Prozentsatz. Ein einfacher Exkurs in die Mathematik verdeutlicht uns, dass man bei fixen Order-Preisen natürlich am besten kommt, wenn man möglichst selten möglichst hohe Beträge investiert. Bei einem festen Prozentsatz ist dies irrelevant, wann und wie viel man wo investiert, da das, was einem verloren geht, prinzipiell immer gleich viel ist.


Für Geld braucht man Geld!, Pixabay.com, CC0 Lizenz

Investieren wir jeden Monat 50€, so bleiben uns bei einer fixen Order-Provision von 5€ nur noch 90% unseres Sparbetrages. Investieren wir hingegen jeden Monat 500€, so bleiben uns 99%, die unser Depot wirklich erreichen. Bei einem prozentualen Anteil, so bleiben uns (beispielsweise bei 5%-Kosten) immer 95% unseres Budgets nach der Order. So werden aus aufgeteilten 500€ bei einem fixen Prozentsatz ganze 475€ auf dem Depot. Kauf man allerdings Beträge von 8 verschiedenen Fonds oder Aktien bei dem festen Satz von 5€, so landet man bei 460€. Beim Sparkonto wäre, allerdings, immer 100% auf dem Konto.
Es gibt bei Aktien, Fonds und Anleihen natürlich auch eine Differenz zwischen Kauf- und Verkauf, wobei diese hier einfachheitshalber vernachlässigt wird. (siehe hier)

Der Trick, oder die Hoffnung, ist es, dass die Aktien/Fonds, die man erworben hat, dann auch dementsprechend Gewinn abwerfen. Dieser Gewinn kann entweder durch Dividenden oder Kurssteigerung erfolgen. Anhand vorhergegangener Entwicklung und Wissen über dem Unternehmen hinter der Aktie kann man, mit Übung und Glück, bestimmen, ob es sich denn lohnt, dort sein Geld zu investieren.


Wertsteigerung, Pixabay.com, CC0 Lizenz.

Verschiedene Firmen haben verschiedene Dividenden, Risikobewertungen und Kurssteigerungen. Gewisse Aktien steigen schneller als andere, verschiedene Fonds haben unterschiedliche Gebühren, zusätzlich zu den Orderprovisionen, es ist wichtig zu vergleichen, wie sich das Wertpapier relativ zu Markt und Kategorie entwickelt, und und und... kurzum: es gibt viel zu gewinnen, aber auch alles zu verlieren.
Was, bis 100'000€, auf dem Sparkonto allerdings definitiv krisensicher liegt.

Das "richtige" Investieren und Aktienhandeln ist allerdings hoch-komplex, auch bin ich nicht befähigt Tipps zu geben (aus rechtlichen Gründen) und das würde den Rahmen sprengen.
Einzig und allein ist es wichtig zu wissen, dass man heutzutage niemals alles auf das Sparkonto legen sollte!


Und warum sollte ich denn nicht "sparen" sondern "investieren"?


Des Pudels Kern, was ich eigentlich sagen wollte.

Das größte Problem, kurz zusammengefasst, an einem Sparkonto ist: Die Inflation!
Anhand von einer Statistischen Zusammenfassung der Inflation Deutschlands komme ich in den letzten 20 Jahren auf einen Schnitt von ungefähr 1,4% Inflation.
Im Zuge dessen,
wenn man eine konstante Rate an Wertverlust/Inflation/Kaufpreissteigerung annimmt, so "zahlt man" im Jahr für seine gesparten 50€ ganze 0,70€. Zwar hat man, de facto, noch immer 50€ auf seinem Konto, kann sich davon aber 2 Brötchen weniger beim Bäcker leisten. Summiert man diese Inflation auf, Jahr für Jahr, so hat man im Zeitraum von 23 Jahren eine Gesamtinflation von 34%, was einen Wertverlust von damaligen, gesparten, 50€ auf ganze 33€ reduziert.

Diese Inflation kann mittels Sparzinsen gut gekontert werden, weswegen man sein Geld früher auch gerne dort verwahrt hatte. In den Jahren 2003-2007 war der Sparzins konstant über 2% pro Jahr, was bei einer konstant-angenommenen Inflation von 1,5% einen Gewinn von 0,25€ pro Jahr bedeutet.


Eine vereinfachte Rechnung, Pixabay.com, CC0 Lizenz.
Würde sich dies bis in das Jahr 2018 fortsetzen, und hätte man 50€ am 01.01.2003 investiert, so wären dies Jahre 2018 bei konstanten 2% ganze 65€, welche im 2003er-Maßstab einen Wert von 53,75€ hätten, also eine Wertsteigerung (Inflation abgerechnet) von 0,25€ pro Jahr. So liegt das Geld faktisch sicher und auch gleichzeitig weiß man, dass es nicht an Wert verliert!

Doch, leider, sind die momentanen Bank- und Sparzinsen bei guten 0,1%-0,01% Zinsen pro Jahr, wo man sich über diese Absurdität gerne aufregen darf, dass das Nicht-Verschleudern des Geldes (indirekt) bestraft wird. Allerdings, wichtig anzumerken ist, dass im Umkehrschluss, natürlich, die Kreditzinsen genauso gering sind, weswegen Investieren oder Finanzieren, also etwas, was die Wirtschaft ankurbeln soll, bestärkt werden kann. Ein niedriger Leitzins "zwingt" die Leute zu investieren. Davon profitiert jeder, ... außer die klassischen Sparer.

Wer will sein Geld schon lagern, versteckt auf einem Konto, wenn es einen doch nur kostet?

Hier kommt das Investment ins Spiel, und warum es sich lohnt.


Warum sollte man sein Geld schön (krisen-)sicher verpackt auf seiner Bank lagern lassen, wenn es einen eh nur kostet?


Geld + Zeit = Profit!, Pixabay.com, CC0 Lizenz.
Sicherheit. Ein guter Grund, den ich auch sehr schätze, weswegen ich auch - ehrlich gesagt - noch immer eine gute Summe auf meinen Sparkonten verteilt habe. Allerdings wäre es, aufgrund momentanen Entwicklungen im Aktienmarkt, durchaus sehr effektiv, wenn man das Geld stattdessen in Aktien oder Fonds investiert.

Firmen wie Apfel, Amazonas, Winzigweich oder Kabelkarte können hingegen in nur einem Monat die Inflation gleich doppelt ausgleichen, wenn deren Kurse um 5% im Monat steigen. In einem ganzen Jahr, wo die Inflation 2% betragen kann, da steigen die Kurse um 20%, gar 60% oder 150%! Andere Aktien hingegen verlieren gänzlich im Wert, Firmen können pleite gehen. Dann werden aus 1'000€ in Aktien ganz schnell 0,00€. Auf dem Sparkonto hingegen liegt das Geld sicher. Das ist das Risiko, welches man in Kauf nehmen muss, wenn man "viel" Geld verdienen möchte.

Kryptowährungen hingegen boten den frühen Investoren Gewinne und Kurssteigerungen von 10'000% in nur wenigen Jahren, sodass Investoren in Bitcoin mit nur 10'000€ nun wahre Multimillionäre wurden, oder auch einen Verlust von über 80% bis hin zu einem Totalverlust durch Bitconnect.


Alles oder Nichts!, Pixabay.com, CC0 Lizenz.
Diejenigen, die im Dezember 2017 gekauft haben, haben das wohl schlechteste Timing sich ausgesucht und haben gleichermaßen gelitten. Auch hier gilt, wie bei den Aktien - es ist ein Spekulationsgeschäft, wo man alles gewinnen, aber auch alles verlieren kann.

Insbesondere die größeren Firmen sind, meistens, meines Erachtens nach, eine relativ sichere Investition über mittelfristige bis langfristige Zeit, da diese wohl weiter Dividenden ausgeben, profitieren und wachsen können. Kleine Firmen können umso mehr im Wert steigen, aber auch leichter pleite gehen. Bei Kryptowährungen hingegen weiß man nie, ob hinter dem speziellen Coin nun ein neuer Bitcoin oder Bitconnect steckt. Zwar kann man das Team analysieren, den Open-Source-Code analyisieren (falls vorhanden), das Whitepaper lesen, et cetera - hindert einen aber dennoch nicht daran, auf einen Trick hereinzufallen.


Worin man investiert, das ist jedem selbst überlassen, Pixabay.com, CC0 Lizenz.
Dies ist bei Aktiengängen und Firmen natürlich auch möglich, aber wohl unwahrscheinlicher, als dass sie genuin einfach pleite macht. Vergleichsweise sind in der schieren Unmenge an ICOs durchaus einige Scams dabei, bei denen selbst eine Investition von 1,00€ bereits 1,00€ zu viel ist.

Alles in allem, ...

... verglichen mit dem Sparen sind Investitionen in Aktien oder Kryptos also mit erheblichen Risiken verbunden. Bei einer Wirtschaftskrise läuft man Gefahr, alles zu verlieren. Bei schlechter Firmenleitung läuft man Gefahr, alles zu verlieren. Bei bösen Absichten, oder generellen "Marktpanik", läuft man Gefahr, alles zu verlieren.

Auf dem Sparkonto liegt es jedoch sicher. Dort ist der einzige "Feind" des eigenen Ersparnisses einzig-und-allein die Inflation. Geht die Bank pleite und hat sie kein Geld mehr, so zahlt der Staat jedem Sparer seinen Verlust bis zu 100'000€ zurück. Investiert man in eine Aktie, die pleite geht, dann steht man alleine dafür gerade.


Gewinn, und das Risiko?, Pixabay.com, CC0 Lizenz.

Durch Sparen gewinnt man nicht viel, und bei geringen Zinsen verliert man sogar definitiv etwas. Das ist der Austausch für eine große, damit einhergehende, Sicherheit. Im Aktienhandel kann man in wenigen Jahren seine Investition sogar verdoppeln, gar vervielfachen. Dies ist möglich, bedarf aber viel Wissen, Können - und etwas Glück.

Abschließend ist es jedem selbst überlassen,
worin er sein Geld investiert, oder ob er es denn investiert.

Es ist ein gutes Gefühl, ein gutes, volles, Sparkonto zu haben. Doch, heutzutage ist "Sparen" leider nicht mehr das "Allheilmittel", und, wer einen prinzipiellen Wertverlust durch Inflation vermeiden möchte aber auch ein potenzielles Risiko des Totalverlustes in Kauf nehmen kann, der sollte sich nach Alternativen umsehen.


Wichtig ist immer, dass man niemals alles auf ein Pferd setzen sollte!


Beste Grüße,
Serylt
* YMMV.
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Der Schlusssatz fasst es denke ich ganz gut zusammen :)

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Richtig.

Ein Zweizeiler macht sich aber nicht so gut. ;)

In welche Aktien man investieren sollte, ist eigentlich ganz einfach: In einen billigen Indexfond.
3/4 aller gemanagten Fonds schlagen den nicht - und das ist nach survivor bias.

Außerdem ist ein Index selbstsäubernd, also eine echte fire&forget Waffe.
Klar, man kriegt nur den Durchschnitt, der ist aber - siehe oben - immer noch mehr, als man bei der Mehrheit der teuren Fonds kriegt (was nicht unwesentlich an den 1,5-2,5% liegt, die man den Managern zahlen muss. Die müssen ja erstmal erwirtschaftet werden.)

Ein sehr schöner Artikel. Leider lesen ihn viel zu wenige bzw nur die, die es nicht nötig haben, weil sie diese Prinzipien schon kennen.😐

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Er steht in der Blockchain.

Irgendwann wird ihn jemand lesen.
Vielleicht nicht heute, oder morgen - aber in einem Jahr ist er noch immer da... und wenn auch nur zwei Menschen geholfen wird, dann habe ich mein Ziel doch schon erreicht :)

Ein toller Beitrag. Sehr umfangreich, schade das du so vorsichtig mit deiner persönlichen Einstellungen umgehst. Mit dem beisatz kein Finanzberater kannst du ruhig mehr über deine Art zu investieren Berichten.
Wie @hatoto schrieb: leider Lesens nur die die es verstanden haben!
Denke im Grunde möchtest du das gleiche wie ich, ...
Die Menschen sensibilisieren sich mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen und anregen das klug sparen und investieren Spaß machen kann.
Ich Stelle immer wieder fest daß solche Beiträge die jenigen die wir ansprechen wollen oft verschrecken.
Cooler Beitrag, focussiere dich und mach's für mich ein Tick kürzer oder als 2 teile 😉😀
LG @barneys
Weiterhin viel Erfolg!

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Mit dem beisatz kein Finanzberater kannst du ruhig mehr über deine Art zu investieren Berichten.

Vielleicht mache ich das mal!
Ich habe aber erst vor nicht-all-zu-langer Zeit damit angefangen, mein zukünftiges Geld jetzt vom Sparkonto auf Aktien umzulegen. Ob meine Methode funktioniert, weiß ich selber noch nicht.

Vielleicht weiß ich in einem Jahr ja mehr, oder in einem halben, oder in zwei. Who knows.

Die Menschen sensibilisieren sich mit ihren Finanzen auseinanderzusetzen und anregen das klug sparen und investieren Spaß machen kann.
Ich Stelle immer wieder fest daß solche Beiträge die jenigen die wir ansprechen wollen oft verschrecken.

Schade eigentlich, also mir macht Sparen, Investieren, Aktien vergleichen - ehrlich gesagt - Spaß!

Cooler Beitrag, focussiere dich und mach's für mich ein Tick kürzer oder als 2 teile 😉😀

Meine Beiträge haben immer 800-2400 Wörter, also... damit musst du dich wohl abfinden müssen. :D

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Möchte Anhängen das ich zwar nun 10 Jahre aktiv im Aktien Handel bin aber man nie auslernt. Fehler gehören dazu, ich halte mich damit zurück welche Aktien ich kaufe. Vielleicht kommt das noch, aber das bringt unseren Lesern ja nix ich finde es wichtig zu erzählen wie man dahin gekommen ist. Ich möchte etwas zeigen das jeder nachmachen kann.
Denke immer an dein Risikomanagement
Ich wünsche dir alles gute und weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog! Weiter so!

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Denke immer an dein Risikomanagement

Natürlich!

Wir haben uns ja bereits in einem anderen Beitrag darauf geeinigt, dass man nur investieren solle, was man auch verlieren kann! ;)

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😊😉😬

Guter Beitrag!

Dass Spareinlagen bis 100.000€ "sicher" sind, würde ich allerdings nur als Momentaufnahme ansehen, deren Gültigkeit - im Falle eines Falles - nach Gutdünken der Banken "angepasst" wird.

Die Renten waren auch "sicher" und so ...

Wäre auch nicht das erste Mal, dass bspw. Goldeinlagen bei der Bank im Krisenfall besteuert (oder "notfalls" ganz einbehalten?) werden.

Ich traue den Banken mit ihren Zusagen jedenfalls nicht über den Weg ...

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Die Renten waren auch "sicher" und so ...

Sind sie auch. Also die gesetzliche. Die privaten Renten...

was sich bei der gesetzlichen Rente ggf. ändert ist der prozentuale Anteil am Volkseinkommen, das ausgeschüttet wird.
Da das aber im Normalfall steigt - und zwar stärker als auch die jetzigen Absenkungen des Rentenniveaus - hast du immer noch mehr gesetzliche Rente als es z.B. vor 30 Jahren gab, in Kaufkraft gemessen.

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Ich bezweifle, dass das steigende Volkseinkommen gegen die "Menge" der alternden Bevölkerung aufwiegen wird.

Dass ich eine höhere Rente als vor 30 Jahren (d.h. höher als bspw. die meiner Eltern?) bekommen werde, ist mir ebenfalls neu.

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Das hängt ja nun stark von deinem Einkommen und dem deiner Eltern ab. Im Durchschnitt aber: ja.
Die Rentenerhöhung dieses Jahr und der letzten beiden zusammen sind schon 5% über der Inflation im gleichen Zeitraum. Und davor war die Inflation beinahe Null...

Ich bezweifle, dass das steigende Volkseinkommen gegen die "Menge" der alternden Bevölkerung aufwiegen wird.

Die Anzahl der Rentner steigt seit Jahren stark. Das BIP trotzdem immer noch. Mag sein, dass es ein paar Jahre gibt, wo der Rentnerzuwachs die Produktionssteigerung überwiegt, aber selbst dann sind die Renter in 30 Jahren immer noch besser dran als die Rentner vor 30 Jahren. Selbst bei geringerem Rentenniveau.

Das ist natürlich absolut betrachtet. Den gleichzeitigen Anstieg der Ansprüche wird das wohl nicht auffangen können.

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Ich traue den Banken mit ihren Zusagen jedenfalls nicht über den Weg ...

Das ist die momentane Zusage des Staates, nicht der Banken.

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Soll heißen "Regierung"? Deren Zusagen traue ich genauso wenig über den Weg (siehe "Renten"). Aber wen's beruhigt, der soll dem Glauben schenken ...

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Oder man lernt wie man aktiv Optionen tradet und setzt auf Statistik anstatt auf 50/50 shots wie Aktien oder Kryptos.

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Ich behaupte, dass die Wahrscheinlichkeitsverteilung nicht bei 50/50 liegt in Aktien oder Kryptos.

Natürlich kannst du im Idealfall auch mit Optionen sehr viel verdienen - allerdings ist (mir persönlich) das, wie Kryptos, eigentlich zu unsicher.

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Für jeden einzelnen Tag ist die Wahrscheinlichkeit 50/50.
Langfristig gibt es etwas mehr up als downdays, wobei die downdays meist stärker ausfallen.
UP.jpeg

Natürlich kannst du im Idealfall auch mit Optionen sehr viel verdienen - allerdings ist (mir persönlich) das, wie Kryptos, eigentlich zu unsicher.

Das ist der falsche Ansatz. Optionen kaufen ist ein Lotteriespiel und man verliert auf Dauer alles. Man ist quasi der Spieler im Casino.
Deshalb muss man auf die andere Seite wechseln. Also Optionen verkaufen.
Man begrenzt seinen Gewinn, hat aber eine viel höhere Gewinnwahrscheinlichkeit. Auf Dauer rentiert sich das aber.
Wenn Du gegen deine Aktien jeden Monat Call Optionen verkaufst, wirst Du langfristig viel mehr Geld verdienen. Oder Du verkaufst anstatt eine Aktie zu kaufen einfach jeden Monat eine Put Option.
Bei Interesse kannst Du ja mal auf meinen Blog vorbeischauen.
Oder Du wartest bis mein Buch rauskommt. Fertig ist es, ich stecke aber noch in den Verhandlungen...

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Hier noch ein Vergleich:
100% des Geldes in SPY (S&P 500 Index) vs. nur 30% des Portfolios in 16 delta short strangles in SPY (1 standard deviation)
SPY Strangle.jpeg

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Ich bin da eher erzkonservativ und sage, der Durchschnitt ist mir gut genug, kaufe einmal den Index und schau nach 30 Jahren noch mal drauf, wie oft es sich verdoppelt hat ;)

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Das ist aber kapitalistisch. Das ist Dir schon klar, oder?

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Auf der einen Seite schon.

Auf der anderen Seite hungerst du auf die Art ja die ganzen kapitalistischen "rent-seekers" aka Fondsmanager, -Vertreter etc. aus, die einen negativen volkswirtschaftlichen Nutzen haben.

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Stimmt. Ich hab ja auch mal nebenbei in der Branche gearbeitet (Vertrieb).
Ich sage nur 5.25% Ausgabeaufschlag....
Allerdings finde ich es lustig, dass Du jetzt (falls Du den SPY besitzt) Mitaktionär von Lockheed-Martin bist. : )

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Nichts ist perfekt.
Hätte mir vor 10 Jahren jemand einen low-cost DAX angeboten mit der Option, ein paar Firmen rauszunehmen, hätte ich die Energieriesen rausgeschmissen. Da wars ja schon absehbar, dass ihre Ökostrom-Verweigerung schief geht, bei den Zubauraten.

Aber: Das häufig geäußerte Argument, mit Aktienkäufen unterstützt man Firmen, ist auch nicht richtig.

Das trifft zwar bei Aktienausgabe zu (wenn man der Firma Geld gibt), aber danach hat der Aktienkurs ja keinen Einfluss auf das Firmenergebnis. Kein Unternehmen der Welt macht mehr Umsatz, weil der Kurs gestiegen ist.
Im Gegenteil wird dadurch (höhere Dividenden und Boni-Forderungen der Manager) noch Geld aus dem Unternehmen gezogen ;)

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Natürlich unterstützt man die Unternehmen nicht (außer bei einer IPO), da man ja die Aktien am Sekundärmarkt kauft.
Dividenden bringen eigentlich nichts, da die ja im Kurs enthalten sind. Die Aktie steigt dann halt entsprechend weniger (oder fällt stärker).
Ich trade ja nur Optionen, aber Du könntest gegen deine long stock calls verkaufen (30 delta), das wird sowohl dein Risiko vermindern, als auch deinen Gewinn langfristig steigern und die Volatilität in deinem Portfolio reduzieren. Das Langfristziel ist, dass man über die Zeit mit den Calls so viel Geld einnimmt, dass man die Aktien irgendwann "umsonst" besitzt.
Ich hoffe das in den nächsten Wochen mein Buch über Optionshandel rauskommt, dann kannst Du dich ja mal einlesen.

Sehr schöner Artikel, zwar lang, aber stets angenehm zu lesen.
Weiter so! :)