Work and Travel, aber bitte legal und steuerfrei

28일 전

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In den letzten Monaten hatte ich wegen Corona und somit weniger Kunden die Zeit und Muße mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Sex, Drugs und Rock&Roll ist ja auch nicht lebenserfüllend, Koks und Nutten machen auch nicht glücklich auf Dauer.
Dabei habe ich die Bekanntschaft einiger Remoteworker gemacht, die mir einerseits sehr geholfen haben, ich andererseits auch einigen Deutschen helfen konnte.
Die meisten von denen, egal ob sie sich als Blogger, Influenzer, Codeschreiber, Webdesigner, Autoren, Trader, Pokerspieler, Cammodels, Chatmoderatoren, Übersetzer und was alles noch bezeichnen, haben eines gemeinsam, sie brauchen alle nur nur ein schnelles Netz, einen Laptop und ein Konto. Ausgestattet damit arbeiten sie da, wo sie gerade leben wollen.
Und viele davon merken jetzt, wo der Flugverkehr mehr oder weniger tot ist und die Grenzen für Visarun und Länderhopping dicht sind, dass sie bisher in einem rechtlichen Graubereich gearbeitet haben, der jetzt langsam schwarz wird.
Eigentlich alle Deutschen, die ich getroffen habe, starteten ihre Karriere zu Hause in Deutschland, wie man das eben so macht.
Man holt sich einen Gewerbeschein, beginnt zu arbeiten, den/die ersten Kunden hatten die meisten schon, bittet die Familie die Post zu öffnen und nachzuschicken, weil ja der Gewerbeschein an den deutschen Wohnsitz zwingend geknüpft ist, setzt sich in den Flieger und ab ins Paradies. Man flog ja alle paar Monate nach Hause und war auch sonst noch stark involviert in der Heimat.

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Nun hat Corona einen unangenehmen Fakt aufgedeckt.

1.Ein Gewerbeschein ist nur rechtens und die daran gekoppelte Steuernummer nur gültig, wenn der Gewerbetreibende seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Und dieser Wohnsitz erlischt, wenn man 1 Jahr nicht in D war. Nun gilt immer noch die alte Regel, wo kein Kläger, da kein Richter, aber es ist ins Bewusstsein gerückt, dass es nicht legal ist, was man da tut.

  1. Auch die Regierungen in den Gastländern beginnen sich zu fragen, wovon diese Langzeittouristen eigentlich leben und das noch in Saus und Braus und sehen sich das genauer an. Vorher hatten sie das nicht im Blick, weil man ja alle paar Monate das Land gewechselt hat. Das führt jetzt schon in Thailand zu Ausweisungen wegen Schwarzarbeit, in Malaysia ist es nicht besser und in Bali hat die Immigrationsbehörde richtig aufgeräumt.

Manche von Tastenartisten,die die keinen Streß wollen, versuchen dann , manchmal erfolgreich , manchmal nicht, eine Firma im Gastgeberland zu gründen. Wer das schon mal in Asien gemacht hat, weiß , dass es es ein teurer Spaß ist, die Firma zudem unflexibel, weil mehrheitlich in der Hand des Anwalts, der sich auch um die Arbeitserlaubnis kümmert und Steuern zahlen muss man auch, sogar Sozialabgaben abführen. Außerdem ist es vorbei mit dem Umherreisen, wenn man diese Firma nutzen will, muss man im Land bleiben.

Vorbeugen ist besser als auf die Schuhe kotzen

Mit einer eigenen Gesellschaft oder einer Kombination aus mehreren kann da nicht passieren. Man ist sowohl sicher vorm deutschen Finanzamt und der deutschen Steuerknebelung als als sicher im Gastland.

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Welcher Firma ist die beste für eine Einmannshow mit Laptop?

Immer die, die am billigsten ist und mit der man keine zusätzliche Arbeit hat.

GmbH und Mini GmbH und eingetragener Kaufmann aus Deutschland

Man braucht einen Bevollmächtigen, einen Steuerberater, einen Firmensitz mit ladungsfähiger Adresse, virtuelles Büro scheidet also aus. Der Bevollmächtige muss sich um die Steuer, die Steueranmeldungen, die Anmeldungen für die Vorauszahlungen, Handelskammer etc kümmern und das lässt er sich natürlich bezahlen. Ihr beide müsst nachweisen, dass Du als geschäftsführender Gesellschafter in D sozialabgabenfrei und steuerfrei bist, weil Du nicht in D lebst, bzw. in einem anderem Land lebst und da Steuern zahlst.
Viel Spaß damit, eine entsprechende Note im Gastgeberland zu bekommen, abgesehen davon, dass Du ja dann doch wieder eine Arbeitsgenehmigung brauchst und ein Arbeitsvisa. Denn Dein TouristenVisa wird dann ungültig.
Indiskutabel.

Irland ltd, Malta ltd, Zypern ltd, Hongkong ltd, Gibraltar ltd

All diese Gesellschaften können das, was soviel teure Mühe macht mit einer Gesellschaft in Deutschland.
Aber auch hier wird Dir nichts geschenkt.
Die Gründung kostet nicht wenig, Du bezahlst Direktoren und Sekretäre, die das mit der Steuer im jeweiligen Land des Sitzes der Firma regeln und auch das kostet mehr als es nutzt. Ich rede immer noch vom Einmannbetrieb, dem es reicht 2000 Dollar im Monat zu verdienen, weil er soviel Zeit wie möglich fürs Leben haben will.

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Die Lösung für Heimatland.

Noch mal zur Erinnerung, Du brauchst eine Steuernummer für Deine Auftraggeber, eine saubere KYC und saubere Verifikation, mit allem anderen willst Du nichts zu tun haben, sowas versaut nur den Tag an der beach.
Der einfachste und sauberste Weg und dazu noch richtig cool (ich weiß solche old fashion Worte outen mich als altern Sack) ist eine E-Residence in Estland in Kombination mit einem Accountingdienstleister, der Dir angefangen von der Gründung bis zum laufenden Betrieb alles abnimmt.

Warum Estland?

Im EU-Land Estland zahlt man nur Steuern auf entnommene Gewinne, pauschal 20%, solange die Gewinne in der Firma lässt oder man keinen Gewinn macht, weil man sich als freier Mitarbeiter alles als Honorar auszahlt, zahlt man keine Steuer.
Es gibt weder Handelskammer, Steuervorauszahlungen, Sozailbeiträge, Lohnsteuern oder gar GEZ, solange man sich als freier Mitarbeiter nicht im Land aufhält. Den Esten ist es auch egal, ob man anderswo Steuern zahlt. Die handeln nach dem Prinzip der Eigenverantwortung.

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Die E-Residence kannst Du online beantragen, es dauert ca 8 Wochen und kostet 120 Euro, bis Du sie in einer dieser Botschaften nach Abgabe Deiner Fingerabdrücke abholen kannst. Sie gilt 5 Jahre und berechtigt Dich in Estland am geschäftlichen Leben teilzunehmen.
Idealerweise suchst Du Dir als nächsten Schritt eine Buchhaltungsfirma, die Deine Steuernummern beantragt und alles andere erledigt von Eröffnung von Firmenkonten bis zur Abgabe der Steuererklärungen.
Alle Dienstleister im Zusammenhang mit der E-Residence findest Du auf dem Marktplatz obiger Webseite. Ich habe nur mal zwei rausgepickt, die beiden, mit denen ich zusammenarbeite (ich habe mehr als eine Firma in Estland).

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Xolo

Bei Xolo gibt es etwas, was man nur dort findet. Hier muss man nicht mal eine Firma gründen. Xolo leiht einem eine Stuernummer und man zahlt eine Pauschale von 5% von seinem Umsatz als Freelancer. Problem gelöst.
Man ist legal raus aus dem deutschen Steuersystem als arbeitender Expath, man hat den Stautus eines Freelancers der bei Xolo unter Vertrag ist, braucht sich um gar nichts zu kümmern und verwendet seine bisherigen Kontoverbindungen.
Desweiteren gibt es natürlich auch Pakete incl eigener Firma. die Preise beginnen ab 79€uro/Monat incl Buchhaltung.
Man wickelt wirklich alles per App ab, sogar das einscannen von Belegen, ein Träumchen für Neiulandinsassen.
Xolo hat auch ein paar Nachteile, so sind manche Branchen und Geschäftszweige ausgeschlossen, z. B. Dropshipping und Kryptogeschäfte.

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COMISTAR

Aber dafür gibt es andere, die sind ein bisschen teurer (20€ im Monat mehr) aber dort kann man fast alles abwickeln.
Natürlich auch zum Pauschalpreis, natürlich auch alles inclusive beim laufenden Betrieb.

Xolo ist im Abstand das beste für den freelancenden Kopfarbeiter, der keine materiellen Güter bewegt oder networked. Für alle anderen Geschäftemacher, Netzwerker und Zocker ist COMISTAR die bessere Lösung. Lest Euch die jeweiligen Seiten durch, probiert die Apps aus, chattet mit den bots und dann wisst Ihr bestimmt schon, welche zu Euch passt.
Die komplette Gründung einer Firma durch diese beiden Dienstleister kostet von knapp 300 bis unter 500Euro, je nachdem, welche Papiere Ihr für Euer Business braucht, einmalig. Es fallen keine weiteren laufenden Jahresgebühren an, Buchaltung außen vor.
Und im Service sind sie beide extrem gut.

Das wars , eigentlich

Jetzt seid Ihr Gesellschafter und gleichzeitig freier Mitarbeiter in Eurer eigenen hippen EU-Firma und somit legal raus aus Eurer heimatländlichen Steuerknechtschaft.
In vielen Ländern könnt Ihr jetzt unbeschwert vor Euch hin work&traveln, weil es gar nicht so wenige Länder gibt, in denen Welteinkommen steuerfrei ist, z.B. Philippinen, DomRep, Georgien, Malaysia, Panama.
Aber Ihr arbeitet ja noch immer ohne Arbeitserlaubnis und ohne Arbeitsvisum da. In den steuerfreien Ländern interessiert das wahrscheinlich niemanden, da es nichts zu holen gibt, aber zum Beispiel in Thailand müsstet Ihr 20% Prozent Steuern zahlen. Und das interessiert die dortige Regierung zunehmend.

Aber auch da gibt es eine Lösung.

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Steuerfrei mit einer Panama ltd.

In Panama gibt es keine Buchhaltungspflicht und Welteinkommen wird genauso wenig besteuert wie Auszahlungen , die aus Panama rausgehen. Es gibt Ausnahmen, aber trefffen hier nicht zu
Ein panamesische Firma ist also sowas wie eine black box, in die verschlossene Briefumschläge hinein geworfen werden, drinnen raschelt es und vershclossene Briefumschläge kommen raus.
Das ist auch der Grund, warum eine Panama ltd so verufen ist und das Land auf dem Index der Steuerbehörden weltweit steht.
Man hat als Besitzer einer Panama ltd. eine ähnliche Reputation wie der Schwiegersohn von Pablo Escobar.

Aber für einen Zweck sind sie perfekt. Man kan sich selbst eine Rendite, Rente, Pension, Dividende, Lizenzgebühr, younameit zahlen.
Idealerweise schickt man dazu seinen Verdienst aus seinem Job, der über die estnische Firma läuft händisch in seine panamesische Firma und lässt sich dafür von ihr eine monatliche younameit zahlen. Und schon hat man ein festes leistungsloses Einkommen im gewählten Gastland und das was man beruflich macht ist einkommensloses Hobby und das Touristenvisum bleibt gesichert.
In vielen Ländern gibt es zudem ein spezielles Rentnervisum ab spätestens 50, wenn man entsprechendes Einlkommen vorweisen kann und welches länger läuft; man somit die Kosten eines Visaruns spart.

Anmerkungen zur Gründung in Panama.

Ich empfehle jedem, keine Firma online zu eröffnen, sondern nach Panama zu fliegen und dort alles regeln. Ich bin halt paranoid und mein Name muss in keiner Buchhaltung eines europäischen Firmenhändlers stehen.

Kosten

Man braucht dazu rund 10k USD, die Hälfte davon sind Anwaltskosten, die andere Hälfte liegt auf dem Konto der eigenen Firma und man kann es nach der Gründung wieder entnehmen.
Gute Anwälte für diesen Preis kümmern sich wirklich um alles, einschließlich Bürgen, Residencia und Konto, das ist es auf jeden Fall wert.
Laufende Kosten gibts aber auch, rund 500 USD pro Jahr. Ein Klacks für die Gegenleistung, als Rentier zu leben.
Und es gibt noch ein Gimmick. Wenn Ihr schon mal dort seid, könnt Ihr ja auch eine Weile bleiben und dort Eurem Hobby nachgehen, Panama hat traumhafte Strände an der Karibikseite und nach ca. 4 Monaten habt Ihr sogar eine lebenslange Residencia im Pass,
man weiß ja nie....

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Transparentgebot

Diesmal sind keine Empfehlungslinks dabei, aber ich arbeite dran....

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Deine Posts sind teilweise unbezahlbar und werden leider nicht ausreichend gewürdigt, was außerordentlich bedauerlich ist.
Nimm doch mal Kontakt mit Marco von den Geldhelden auf und biete ihm an, das bei ihm zu veröffentlichen. Dort ist das richtige Publikum für solche Sachen.

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Vielen Dank, ich vertraue aufs Netz und auf die Zeit. Aber ich habe eine Anfrage da gestartet.. Bin mir aber nicht sicher, ob die das ohne Klarnamen veröffentlichen.

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Immerhin hat ihn dieser Post zum Master Chief befördert. Dafür kann man sich in manchen Ur-Wäldern 2 halbe Bananen kaufen und bekommt noch einen Kokos-Schnapps gratis dazu. Du wärst sicher schon General bei "Account Booster", aber das ist sicher unter deiner Würde :-)).

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Danke dafür, die Banane kann ich brauchen, aber bitte in einem Stück, den Schnaps auch, nur mit Urwäldern habe ichs nicht so, ich mags gerne glatt und übersichtlich Und General war schon mal.
Warum eigentlich militärische Ränge?

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Das mit den Rängen habe ich im ersten Post erklärt. Ist nur eine Art auszudrücken, wie jemand aktiv hier ist. Mir ist damals nichts besseres eingefallen als dieses Rangsystem, aber ich wollte auf jeden Fall eines. "Member" oder "Friend", wie bei den meisten anderen Community war mir zu langweilig. Ich bin auch ein Militär-Freund allgemein. Ich mag klare Strukturen, wobei ich natürlich keinen Machtmissbrauch oder Unterdrückung fördern würde. Eine guter General behandelt seine Soldaten gut und gute Soldaten haben eine Ehre, anders als z.B. die Polizei, die draufhaut wenn es befohlen wird. Ein guter General achtet seine Gegner. Du merkst schon, ich habe zu viel Sun Tzu gelesen, aber genau diese Art Militär meine ich.

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Alles gut, war keine Kritik, ich war nur neugierig.
Ich musste aber Deinen ersten Post lesen, denn ich habe keine Ahnung von Rängen oder Dienstgraden.

Ich wiederhole mich gerne. Ein sehr guter Beitrag. ;-)
Resteemed!