Endlich wieder Bambus 🎎👹🍣 Mein Japan

지난달

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Mai ist Bambuszeit. Die japanische Küche ist oft sehr saisonal angelegt und einige Zutaten gibt es nur zu bestimmten Jahreszeiten. Auch wenn man vielleicht sein Lieblingsessen daher nicht das ganze Jahr über vorgesetzt bekommt, bleibt es doch zumindest abwechselnd und auch aufregend. Denn man freut sich immer wieder von Neuem, wenn es endlich mal wieder Zeit für bestimmte Gerichte ist, und das Essen an sich wird dadurch auch immer wieder etwas Besonderes.

Und genau so ist es beim Bambus, von dem eigentlich nur die Sprossen in der Küche landen tun. Auch diesen Frühling hatten wir das große Glück und einige Takenoko genannte Bambussprösslinge haben den Weg zu uns gefunden. Bambus gibt es in verschiedenen Sorten und die Sprösslinge, die hier vor uns lagen, gehören zu Exemplaren der Bambusfamilie, die gerade im ersten Jahr mehrere Meter hoch wachsen können. Damit haben sie natürlich in keinem Pflanztopf mehr Platz, aber in vor oder hinter dem eigenen Hause würden sie dafür ordentlich Eindruck machen. Bambus wächst übrigens wie wild, also seid lieber vorsichtig und überlegt noch einmal, bevor ihr in eurem Garten Bambus anpflanzen tut.

Da wir aber keinen Garten haben, landeten die Bambussprösslinge in der Küche, wo sie geschickt verarbeitet wurden. Je nach Lust und Laune kann man daraus die verschiedensten Sachen zubereiten, besonders beliebt ist bei uns ein Gericht mit dem Namen Tousani. Hierbei wird der Bambus erst weich gekocht und anschließend zieht er in einem Sud aus Wasser, Sojasoße, Mirin, Dashipulver und etwas Zucker. Wichtig ist auch ein bisschen Katsubushi dazu, dass sind kleine Flocken vom getrockneten und geräucherten Bonito-Fisch, welche dem ganzen einen leicht rauchigen Geschmack geben.

Zusätzlich haben wir uns an Takegohan probiert, an Bambusreis. Kleine Stückchen bereits vorgekochter Takenoko landeten zusammen mit dem lokalen Köstlichkeit Koshihikari-Reis im Reiskocher, in dem sie zusammen mit etwas Sud, vor sich hin köcheln durften. Ein leckere kleine Abwechslung zum fast alltäglichen weißen Reis, den ich natürlich auch nicht missen will.

Gericht Nummer 3 hat keinen speziellen Namen, aber ich nenne es einfach Yakitake, gebratener Bambus. Hierbei haben wir auch bereits vorgekochte Takenoko-Stücke mit etwas Butter oder Margarine in der Bratpfanne angebraten und leicht gewürzt. Sehr lecker, und kurzfristig war dies meine Lieblingsvariante.

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Wie ihr auf dem Foto erkennen könnt, durfte ich alle drei Varianten zu gleichen Zeit genießen und mir dabei ein köstliches und zugleich gesundes Abendessen gönnen.

Leider ist die Takenoko-Zeit nur kurz, denn der Bambus wächst einfach zu schnell, um noch zum Essen genutzt zu werden. Daher heißt es wohl bis zum nächsten Jahr zu warten, aber glücklicherweise wird bis dahin immer wieder etwas Köstliches auf dem Tisch stehen. Und zumindest scheint uns der Reis nicht so schnell auszugehen, so dass wir auf jeden Fall satt werden sollten. Also gibt es gar keinen Grund zur Sorge.

Ich hoffe, ihr habt heute auch etwas Leckeres auf euren Tellern. Und zusätzlich so viel Sonne vor der Tür, wie wir heute geboten bekommen. Dann sollte es doch ein ganz passabler Mittwoch werden.

またね matane

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lecker, Bambus mag ich gerne seit ich das in meiner Jugend beim Essen gehen mit unserer Sportschule kennengelernt hatte, allerdings waren wir immer Chinesisch essen ein japanisches Restaurant gab es bei uns in der Nähe nicht.
Hast mir wieder richtig Lust auf ein Essen in dieser Richtung gemacht ;)

Congratulations!

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Curation Team: IAT, "Lifestyle"

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ありがとうございました。