Do we live in a market economy? - Leben wir in einer Marktwirtschaft?

26일 전

Do we live in a market economy

An essential core of the real socialist states is the centrally controlled planned economy, i.e. that the economy of a country is controlled by a political body.

Today, the money supply is controlled by central banks (Quote wikipedia: "A central bank, reserve bank, or monetary authority is an institution that manages the currency, money supply, and interest rates of a state or formal monetary union, and oversees their commercial banking system." https://en.wikipedia.org/wiki/Central_bank)

If the money quantity is e.g. increased by the ECB, the money supply increases and - with constant demand - the price of the money (which is the interest rate) sinks. This is a simplification of a more complex reality.

If a central bank (FED, ECB, PBOC, BoJ) controls the money supply in an economic area, monetary policy is - by definition - socialist.

Money is the most important asset in today's economic system, because we no longer practice barter, but practically every good and service is exchanged for money. Later, the money is then exchanged back for goods or services. In other words, the good "money" is involved in almost every transaction, i.e. it represents almost 50% of the exchanged goods.
As long as the quantity (and therefore the price) of the most important commodity in an economy is socialistically controlled, it is absurd to speak of a market (!) economy.

this means that we are currently living in a mostly socialist system.

(Here are the 10 planks in Marx' Communist Manifesto, plank 5 has been realized: "Centralization of credit in the hands of the state ..." https://mises.org/library/marxism-lives)
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An essential core of Marxism / communism is the concentration of all the means of production in the hands of the state, and the "extension of factories and instruments of production owned by the state ..." (https://mises.org/library/marxism-lives).

Example Japan: Japan's central bank (BoJ) has not only been buying government bonds for years, but also shares in Japanese companies:

As a result, the BoJ holds approximately 5% of the market capitalization of the largest companies on the Tokyo Stock Exchange and is among the top 10 shareholders of 50% of Japanese companies.
In other words, the BoJ prints money for itself and then buys shares in (still) productive companies.
And: The proportion of company shares held by the BoJ is steadily rising. That means that - to put it in Marx' slang - the means of production will be transferred and centralized into the hands of the state (a step towards communism).

Conclusion: we live in a transitional form from socialism to communism.

Bitcoin fixes that, will take away the state's monopoly of creating money and will do much more for the poor than all socialist realizations together.

P.S. I'm looking forward to critique and comments..

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Leben wir in einer Marktwirtschaft?

Ein wesentlicher Kern der realsozialistischen Staaten ist die zentral gelenkte Planwirtschaft, d.h. dass die Ökonomie eines Landes von einem politischen Gremium gesteuert wird.

Heute wird die Geldmenge durch Zentralbanken gesteuert (Zitat wikipedia: "Eine Zentralbank ist eine Institution, welche für die Überwachung des Bankensystems und die Regulierung der Geldmenge in einer Volkswirtschaft zuständig ist." https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Zentralbank).
Wenn die Geldmenge z.B. durch die EZB erhöht wird, steigt das Geldangebot und - bei gleich bleibender Nachfrage - sinkt der Preis des Geldes, der Zins. Dies ist eine Vereinfachung der komplexeren Realität.

Wenn eine Zentralbank (FED, EZB, PBOC, BoJ) die Geldmenge in einem Wirtschaftsraum steuert, dann ist die Geldpolitik - per Definition - sozialistisch.

Geld ist das wichtigste Gut im heutigen Wirtschaftssystem, weil wir keinen Tauschhandel mehr praktizieren, sondern praktisch jede Ware und jede Dienstleistung gegen Geld getauscht wird. Später wird das Geld dann wieder gegen Waren oder Dienstleistungen eingetauscht. Anders ausgedrückt, ist das Gut "Geld" an fast jeder Transaktion beteiligt, d.h. es stellt knapp 50% der ausgetauschten Güter dar.
Solange die Menge (und damit auch der Preis) des wichtigsten Guts in einer Wirtschaft sozialistisch gesteuert wird, ist es absurd von einer Markt(!)wirtschaft zu sprechen.

D.h. wir leben aktuell in einem grössenteils sozialistischen System.

(Hier 10 Forderungen von Marx in seinem Kommunistischen Manifest, Punkt 5 ist umgesetzt "Centralization of credit in the hands of the state . . . " https://mises.org/library/marxism-lives)

Ein wesentlicher Kern des Marxismus/Kommunismus ist "die weltweite Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln und dessen Überführung in Gemeinbesitz (Vergesellschaftung)" (https://de.wikipedia.org/wiki/Kommunismus).

Beispiel Japan: Die japanische Zentralbank (BoJ) kauft seit Jahren nicht nur Government Bonds, sondern auch Anteile von japanischen Unternehmen.

Demzufolge hält die BoJ ca. 5% der Marktkapitalisierung der grössten Unternehmen an der Tokyoer Börse und gehört zu den Top-10-Aktionären von 50% der japanischen Unternehmen.
Anders ausgedrückt: Die BoJ druckt sich Geld und kauft sich damit Anteil an (noch) produktiven Unternehmen.
Und: Der Anteil der von der BoJ gehaltenen Unternehmensanteile steigt kontinuierlich an. D.h. um es mit Marx zu formulieren, dass Produktionsmittel in die Staatshand überführt werden (ein Schritt hin zum Kommunismus).

Schlussfolgerung: wir leben in einer Übergangsform vom Sozialismus zum Kommunismus.

Bitcoin wird dieses Problem lösen, wird dem Staat das Geldmonopol entreissen und wird für die Armen in der Welt mehr erreichen, als alle sozialistischen Umsetzungen zusammen.

P.S. Ich freue mich auf Kritik und Kommentare.

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source: https://twitter.com/eagletwitt3r/status/1045421657559568385

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Toller Artikel!

Wenn eine Zentralbank (FED, EZB, PBOC, BoJ) die Geldmenge in einem Wirtschaftsraum steuert, dann ist die Geldpolitik - per Definition - sozialistisch.

Die Zentralbank steuert Gott sei Dank überhaupt nichts.
Wie groß ist die Menge des Zentralbankgeldes, welches im Umlauf ist und wie groß ist der Rest?
Glaubst Du, dass der Schwanz mit dem Hund wedelt?
70% der USD werden außerhalb der USA von privaten Banken erschaffen (Eurodollar).
Welchen Einfluss sollte die FED darauf haben?
Geld entsteht wenn Kredite aufgenommen werden, was in der Regel im wirtschaftlichen Aufschwung passiert.
Wie sollte die Zentralbank die Menschen zwingen, dass sie sich Kredite aufnehmen?
Geldmengenwachstum geht immer von der Kundenseite aus.
Die Zinsen fallen seit 1981, wie ich hier gezeigt habe.
QE hatte überhaupt keinen Einfluss. Dafür sind die Märkte auch viel zu groß.
Vielmehr laufen die Zentralbanken den Zinsen hinterher.
Das Aufkaufen von Wertpapieren ist auch kein Gelddrucken sondern nur ein Liquiditätstausch.
Man kauft ja die Anleihen nicht direkt vom Staat (das wäre Gelddrucken), sondern von Banken, die die Wertpapiere vorher mit Geld gekauft haben.
Das Geld war also vorher schon da. Es wechselt nur seine Form.

Wenn man sich folgenden Chart des Nikkei ansieht, erkennt man, dass die BOJ auch vollkommen machtlos ist, ansonsten wären die Kurse höher als in den 90ern.
Screen Shot 2019-10-17 at 6.30.24 PM.png.

Wenn 95% oder mehr Geld von privaten Banken erschaffen wird, kann man wohl schwer von einem Geldmonopol des Staates sprechen.
Durch das ständige Anprangern der Zentralbanken, gibt man ihnen eine Bedeutung, die sie nicht haben.
Sie sind völlig bedeutungs- und nutzlos.
Solange aber die Menschen dem Glauben anhängen, Zentralbankgeld wäre höherwertiger als Buchgeld, werden wir sie aber leider auch nicht loswerden.
Viel wichtiger wäre es sowieso, man würde sich an den anderen, viel schädlicheren Institutionen abarbeiten und sich nicht ständig über Dinge aufregen, die es gar nicht gibt (staatliches Geldmonopol).

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Interessante Sichtweise.

Die Zentralbank steuert überhaupt nichts?

  • Wenn die EZB QE betreibt und Staatsanleihen und/oder private Anleihen aufkauft, erhöht das die Liquidität am Markt?
  • Falls ja, wirkt diese Liquidität neutral oder werden gewisse Marktakteure bevorteilt?
  • Was sind die Folgen dieser Liquiditätserhöhung? Gibt es Auswirkungen auf die Zinsen, auf die Immobilien- und Aktien- und Anleihenpreise?

"Wenn 95% oder mehr Geld von privaten Banken erschaffen wird, kann man wohl schwer von einem Geldmonopol des Staates sprechen."
Analogie: Wenn 95% der Entscheidungen in einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) von Bauern getroffen werden, kann man wohl schwer von einem landwirtschaftlichen Monopol des Staates (SED) sprechen.
Relevant ist hier, welche Entscheidungen getroffen, wichtige oder unwichtige. So wie die wichtigen Entscheidungen hinsichtlich der LPG von der SED getroffen wurden, werden heute wichtige monetäre Entscheidungen von den Zentralbanken getroffen. Die EZB definiert die Basis unseres Geldsystems und das hat weitreichende Auswirkungen. Ich behaupte nicht, dass sie die volle Kontrolle über das Geldsystem hat. So werden Zinsen vom Markt bestimmt. Aber die EZB beeinflusst sie wesentlich - auch wenn sie aufgrund der Komplexität des Geschehens nie genau wissen kann, wie ihre Massnahmen wirken.

Und hinsichtlich Eurodollar: Ja, der ED-Markt mag teilweise oder sogar grösstenteils ausserhalb der Befugnisse von Zentralbanken liegen. Aber auch das zeigt das Versagen der Zentralbanken, ein inter-nationales Währungs- bzw. Zahlungssystem zu etablieren. Der Aufbau des ED-Markts war notwendig, weil Zentralbanken ein künstliches Währungssystem mit zig Währungen aufgebaut hatten, das willkürlich Grenzen für Geldflüsse gesetzt hat. Durch die vielen Währungen mit jeweils relativ wenig Marktkapitalisierung (gegenüber einem globalen Geld wie früher Gold oder zukünftig BTC) gibt es mehr Volatilität, mehr Spekulation und dank planwirtschaftlicher Eingriffe zunehmend Instabilität (repo markets...).

Deine Interpretation vom Nikkei ist einseitig.
Die BoJ pumpt Geld in den Markt und nicht einmal das reicht, um den Kurs wesentlich zu erhöhen. Diminishing returns von QE. Es wirken sehr viele Faktoren auf Wirtschaftswachstum und Aktienmärkte. Monetäre Politik ist einer davon. Demographie ist ein weiterer. Billiges Geld für niedrige Zinsen ermöglicht es CEOs Kredit aufzunehmen, Aktien zurückzukaufen, dadurch die outstanding shares zu reduzieren und ihre earnings per share zu erhöhen - und das ganze mit relativ geringem Risiko. Das hat u.a. zur Folge, dass Unternehmen weniger investieren, ihre Profitabilität weniger verbessern und das führt langfristig zu niedrigerem Wachstum. Niedrigeres Wachstum führt zu niedrigeren Unternehmensbewertungen.

Das, was ich hier schreibe, ist - wie in meinem Ausgangspost geschrieben - eine starke Vereinfachung der komplexen Realität. Aber die Aussage, dass Zentralbanken keinen Einfluss haben, halte ich für abenteuerlich.

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Wenn die Zentralbanken Wertpapiere von den Banken kaufen, dann schreiben sie diesen Zentralbankguthaben gut.
Was machen die Banken mit diesen Reserven?
Nicht viel. Man verleiht es maximal an andere Banken.
Leider hängen die Zentralbanken und auch viele Ökonomen immer noch der Theorie des Monetarismus an.
Nur diese Theorie hat nichts mit der Realität zu tun.
Man kauft nicht nur weil man Geld hat.
Zum Kaufen braucht man überhaupt kein Geld.
So lange man nicht den Unterschied erkennt zwischen Kaufen und Bezahlen, ist man auf dem Holzweg.
Man glaubt tatsächlich, dass wenn man den Banken mehr Reserven gibt, sie dann auch mehr Kredite vergeben.
Die letzten 10 Jahre dürften gezeigt haben, dass dies nicht so ist.
Eine wachsende Wirtschaft führt natürlich zu einer Ausweitung der Geldmenge.
Dies funktioniert aber nicht umgekehrt.
Im Bankgeschäft braucht man erst einen Kunden, der bereit ist sich zu verschulden, dann vergibt man den Kredit und dann besorgt man sich die notwendigen Reserven. Das alleinige Rumliegen von Reserven bewirkt gar nichts.

Nun zum Zins.
Die Fed hat 2018 vier mal den Leitzins um 0.25% erhöht und was hat es bewirkt?
Nichts wie Du sehen kannst:

Den ganzen Artikel gibt es hier.

Zum Eurodollar:
Ausschlaggebend war die UdSSR.
Aus Angst, dass ihre USD Einlagen in den USA eingefroren werden, ist man an europäische Banken herangetreten. Daraus wurde der Eurodollarmarkt.
Zentralbanken waren hier keine beteiligt.

Billiges Geld für niedrige Zinsen ermöglicht es CEOs Kredit aufzunehmen, Aktien zurückzukaufen, dadurch die outstanding shares zu reduzieren und ihre earnings per share zu erhöhen - und das ganze mit relativ geringem Risiko.

Das bestreite ich gar nicht, nur sind die Zentralbanken nicht der Grund für niedrige Zinsen.
Demographie, Globalisierung, Automatisierung, technischer Fortschritt und das Ende des kalten Krieges (der Zins ist auch eine Risikoprämie) treiben die Zinsen nach unten.
In Europa und speziell in Deutschland kommt noch die spezielle Situation hinzu, dass es außer Anleihen und Immobilien nichts gibt wo man investieren könnte.
Was würdest Du tun, wenn Du ein paar Milliarden in Euro anlegen müsstest?
Deshalb die hohen Immobilienpreise und Anleihenpreise (=niedrige Zinsen).

Noch ein Zusatz:
Jetzt mal weg von der ganzen Theorie.
Ich bin ja mit einigen ehemaligen floor tradern aus Chicago befreundet.
Darunter auch welche die in der bond futures pit standen.
Keiner von denen hat jemals in seiner ganzen Karriere ein Fed statement gelesen oder angehört.
Diese Leute haben aber 30 Jahre lang täglich ihr ganzes Geld riskiert.
Wenn man denen mit der Theorie kommt, die Fed hätte irgend einen Einfluss, lachen die sich kaputt.
Glaubst Du so ein market maker hat weniger Ahnung als ein Rothbard oder Polleit?
Der Unterschied ist skin in the game.

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Ob Banken mehr Kredite vergeben, wenn sie mehr Reserven, hängt von vielen Faktoren ab. Wenn sie eher skeptisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung sind, vergeben sie weniger Kredite (oder zu höherem Zins) und es gibt möglicherweise auch weniger Nachfrage nach Krediten.

"Eine wachsende Wirtschaft führt natürlich zu einer Ausweitung der Geldmenge."
-Jein. Das ist kein Naturgesetz. In unserem aktuellen (planwirtschaftlichen) Finanzsystem mag das so sein, in einem BTC- oder Gold-basierten Finanzsystem höchstwahrscheinlich nicht.

Das "Rumliegen von Reserven" führt (bei niedrigen, positiven Zinsen, die Banken der Zentralbank zahlen müssen) zum Anreiz bei Banken, dieses Geld einzusetzen, z.B. zum Aktien- oder Immobilienkauf oder zum Verleihen. In den allerseltensten Fällen liegen Reserven einfach rum (ausser den Reserveanforderungen).

Hinsichtlich Deiner Graphik machst Du den gleichen Fehler wie beim Nikkei: "Die Fed hat 2018 vier mal den Leitzins um 0.25% erhöht und was hat es bewirkt? Nichts wie Du sehen kannst:"
-So wie man von einer Korrelation nicht auf Kausalität schliessen kann, kann man von Nicht-korrelation nicht auf das Nichtvorhandensein von Kausalität schliessen. Die Welt ist nicht eindimensional. Es gibt viele Faktoren, die den Preis des Eurodollar beeinflussen und wie stark welcher Faktor in welchem Zeitraum wirkt, wissen wir nicht. Wir haben keine Parallelwelt, in der wir beobachten können, wie sich der Eurodollarpreis ohne Zinserhöhungen durch die FED entwickelt hätte.
Bei der Entwicklung vom Eurodollarmarkt haben die Zentralbanken nicht direkt mitgewirkt; wie gross ihr Einfluss heute auf diesen Markt ist, wissen wir aber leider auch nicht.

Ja, skin in the game ist wichtig, um sich Knowhow aufzubauen. Ich frage mich aber, wie viel ein Trader von Finanzmärkten verstehen muss, um erfolgreich zu sein. Sie können Insiderwissen (floor talk) und / oder Technische Analyse-Methoden einsetzen. Die Entscheidungen der FED haben auf den Erfolg von Tradern möglicherweise wirklich kaum Einfluss.

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Ob Banken mehr Kredite vergeben, wenn sie mehr Reserven, hängt von vielen Faktoren ab. Wenn sie eher skeptisch hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung sind, vergeben sie weniger Kredite (oder zu höherem Zins) und es gibt möglicherweise auch weniger Nachfrage nach Krediten.

Du gibst die richtige Antwort selbst. Es hat nichts mit den Zentralbanken zu tun.

Das "Rumliegen von Reserven" führt (bei niedrigen, positiven Zinsen, die Banken der Zentralbank zahlen müssen) zum Anreiz bei Banken, dieses Geld einzusetzen, z.B. zum Aktien- oder Immobilienkauf oder zum Verleihen. In den allerseltensten Fällen liegen Reserven einfach rum (ausser den Reserveanforderungen).

Mit Reserven kauft man keine Aktien oder Immobilien.
Das wäre völlig unsinnig.
Wenn man das machen will, kann man sich als Bank selbst einen Kredit geben, den man dann aus zukünftigen Einnahmen wieder tilgt.
Überschüssige Reserven verleiht man an andere Banken.

Um zu verstehen, dass eine wachsende Wirtschaft immer mit Kreditausweitung einhergeht, muss man erst einmal verstehen was Geld ist (Gold ist es nicht und BTC auch nicht).
Ich empfehle Alfred Mitchell Innes zu lesen (link) oder Freiherr von Bethmann (link1), link 2, link 3.
Das Problem der neuen Österreicher (Rothbard, Hayek, Hoppe, usw.) ist, dass sie das Wesen des Geldes nie verstanden haben bzw. einfach die Geldgeschichte von Adam Smith ungeprüft nachgeplappert haben. Leider lag Smith falsch (dazu Graeber lesen (link).
Graeber zieht zwar die falschen Schlüsse, aber die Geldgeschichte hat er perfekt beschrieben.
Die Geschichte des ECU können die Österreicher mit ihrer Theorie z.B. nicht erklären (dazu ein weiterer Artikel von mir link).
Mehr dazu auch in meinem nächsten Buch (hoffentlich noch vor Weihnachten).
Die alten Österreicher (z.B. von Wieser) haben das Wesen des Geldes verstanden, Bastiat auch.

Zum Eurodollar:
Ich weiß nicht ob Du dir bewusst bist, was der Eurodollarmarkt ist.
Das ist der Markt für kurzfristige USD Kredite. Alle Banken sind dort aktiv und hedgen mit den Futures ihr kurzfristiges Zinsrisiko.
Wenn die Fed durch ihre open market operations die Zinsen manipulieren könnte, dann würde sich das in diesem Markt auswirken.
Dass die langfristigenZinsen seit 1981 kontinuierlich fallen (ohne QE), können die Österreicher auch nicht erklären. Sie stürzen sich nur auf die Zeit von QE, wo sich die Zinsen in Wirklichkeit nicht mehr stark bewegt haben. Aber darüber spricht man nicht, weil es nicht in die Theorie passt.
Es wird immer nur darüber gesprochen, wie die Zentralbanken den Zins beeinflussen, aber einen Nachweis bringen sie nicht.
Ich zeige in meinen Artikeln, dass die Zentralbanken keinen Einfluss haben.
Von den Österreichern bekomme ich dann zu hören, dass ich falsch liege, aber einen Gegenbeweis konnte noch keiner bringen.

P.S. Das Buch von Dr. Dietrich Eckhardt (Was ist Geld) ist natürlich auch zu empfehlen link
Letztes Wochenende habe ich mich mit ihm in München getroffen.
Gemeinsame Veröffentlichungen werden folgen.

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"Das Wesen des Geldes" klingt schon etwas esoterisch ;-)

Ich habe vor ein paar Monaten beschrieben, was aus meiner Sicht Geld ist:
https://steempeak.com/money/@zuerich/what-is-money-for-me-was-ist-geld-fuer-mich

Graeber habe ich gelesen, aber er schreibt v.a. über Schulden (eigentlich Schuld) und Kredit. Und das ist nicht das Gleiche wie Geld.

"Ich zeige in meinen Artikeln, dass die Zentralbanken keinen Einfluss haben."
-Wie schon gesagt, das kannst Du gar nicht zeigen. Du kannst ein paar Indizien anführen, warum es aus Deiner Sicht wahrscheinlich so ist, aber nicht mehr.
Dieses System ist viel zu kompliziert, um den Einfluss oder Nicht-Einfluss einer Variable zu zeigen. Wenn z.B. aufgrund eines höheren wahrgenommenen Risikos die Zinsen eigentlich steigen würden, aber die Zentralbanken gleichzeitig die Geldmenge erhöhen, könnten sich die Effekte gegenseitig aufheben. Dann schlussfolgerst Du falsch, dass die Zentralbanken keinen Einfluss haben.

Ich werde den Mitchell-Innes mal lesen. Wir werden dann hier bestimmt noch die eine oder andere Diskussion führen ;-)
Aktuell sind wir uns nur einig, dass wir uns nicht einig sind.

Noch 2 Fragen: Wenn BTC für Dich kein Geld ist

  • warum?
  • und was denkst Du, würde passieren, wenn BTC sich durchsetzen würde, d.h. Dollar, Euro, Yen, etc. verdrängen würde?
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Aber genau um Schuld/Kredit geht es.
Bethmann hat immer gesagt:
“Vorne Gulden, hinten Schulden.”
Genau das trifft es.
Ein Geldschein ist immer ein Gut-/Schuldschein.
Niemand arbeitet wirklich für Geld, sondern für die Waren die man damit kaufen kann. Geld wird notwendig, weil eine Seite der Transaktion eine Ware nicht liefern kann oder will. Also kreditiert eine Seite der Transaktion.
Die Schuld muss bewertet werden. Dazu braucht man Zahlen und ein Wertmaß (z.B. €).
Ist die Schuld getilgt, muss die Dokumentation der Schuld (das Guthaben des anderen) wieder verschwinden.
Auch goldgedeckte Währungen fungierten immer nut als Gut-/Schulschein.
Eine Bank erschafft mittels Kreditvergabe nicht Geld aus dem Nichts, sondern bewertet das Tilgungspotential des Schuldners, also die zukünftigen Waren und Dienstleistungen, die der Schuldner produziert. Hier liegt übrigens der Grund für die Preisinflation, da Banken vor allem bei Staatsschulden nicht genau prüfen. So kann Geld in Umlauf kommen, das eben nicht durch zukünftige Produktion gedeckt ist, da viele Staaten faktisch pleite sind, die Schulden aber zu groß sind, um sie korrekt auszubuchen (was einer Tilgung gleich kommt), dazu reicht das Eigenkapital der Banken nicht aus. Nicht also das Geldsystem ist schlecht, sondern der Umgang damit. Vor dem Staat schützt auch keine Goldwährung, da man im Extremfall einfach nicht zahlt.
Aus ökonomischer Sicht ist es sowieso völlig unsinnig, Gold unter extremen Aufwand aus der Erde zu holen, um es dann wieder in Tresoren unter der Erde zu vergraben. Das gilt auch für BTC.
Wird die Menschheit reicher, wenn man Computer sinnlos minen lässt?
Man muss sich die Wirtschaft wie ein großes Warenhaus vorstellen. Wer etwas verkauft (auch seine Arbeitskraft) bekommt den Wert auf der Habenseite gut geschrieben. Kauft man wird der Wert vom Guthaben abgezogen, oder mangels Guthaben eine Schuld eingetragen.
Geld und Bewerten ist ein rein geistiger Vorgang. Dazu braucht man weder Edelmetalle, noch Geldscheine. Nur Zahlen und ein Wertmaß.
Dazu auch meinen Artikel über den irischen Bankenstreik beachten:

https://steemit.com/deutsch/@stehaller/was-passiert-wenn-die-banken-schliessen

Auf YouTube gibt es dazu auch noch ein Interview mit mir.

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Dass goldgedecktes Geld ein Schuldschein war, war ja genau das Problem. Dadurch dass Gold schwer zu transportieren und zu teilen ist, hat man es mit goldgedeckten Scheinen transportabel und divisibel gemacht. Das abschliessende Settlement einer Zahlung wurde so permanent in die Zukunft verschoben. Unterdessen konnten Zentralbanken und Banken Gold zentralisieren und am Ende Gold und Geldscheine voneinander abkoppeln.

Die Verschiebung des Settlements in die Zukunft wird bei Bitcoin nicht mehr notwendig sein. Wenn einer Person die unmittelbare monetäre Begleichung eines Tauschs (z.B. Auto gegen Geld) wichtig ist, wird sie auf sofortige Begleichung pochen. Und das ist möglich - ohne Abhängigkeit von Dritten.

Ja, die Menschheit wird reicher, wenn man Computer minen lässt. Es wird nicht-kreditwürdigen Personen/Unternehmen weniger Kapital zur Verfügung gestellt, Boom-Bust-Zyklen werden wesentlich reduziert, es wird weniger Kapitalvernichtung und vermutlich höhere Wachstumsraten geben.

Nein :D

Posted using Partiko Android

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Ich nehme an, die Antwort kam, bevor Du den Text gelesen hast? :-)

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Ja :D

wieso ist bei der Veranschaulichung ganz unten Crapitalismus höher als freie Marktwirtschaft?

meiner Meinung nach macht unser aktueller Crapitalismus keinen Unterschied zu Kommunismus/ Planwirtschaft.
Ob jetzt irgendwelche ober Kommunisten Bosse die Planwirtschaft planen oder irgendwelche über reichen Crapitalismus Hengste, welche in geschlossenen Gruppen chillen, macht wirklich keinen Unterschied. Denn Planwirtschaft bleibt Planwirtschaft.

Wirklich nicht einfach bei der ganzen Gehirnwäsche durchzuschauen. ;)

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Oft wird das heutige System abschätzig als Kapitalismus bezeichnet, obwohl das falsch ist. Das, was wir heute haben, kann mal als "crony capitalism" bezeichnen, mit Kapitalismus hat es wenig zu tun.

Kapitalismus beruht darauf, dass es einen freien Markt im Geldwesen gibt. Davon sind wir faktisch weit entfernt. Viele der negativen Erscheinungen, die Du nennst (Korruption zwischen Zentralbanken, Banken, Investmentbanken, Politiker, usw.), sind Folgen des Geldsozialismus (Buchempfehlung: https://www.amazon.com/gp/product/3935197578/ref=dbs_a_def_rwt_bibl_vppi_i5 oder hier "billiger":
http://gen.lib.rus.ec/search.php?req=roland+baader&lg_topic=libgen&open=0&view=simple&res=25&phrase=1&column=def).

Bitcoin ist der Startpunkt für einen freien Markt im Geldwesen, das für mich spannendste Experiment unserer Zeit.

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Findest den Negativzins nicht spannender? ;]

Posted using Partiko Android

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ähnlich spannend :D Aber ich sehe es weniger als Experiment, weil das Ergebnis im Grossen und Ganzen bekannt ist:

  • Stagnation
  • Zerstörung von Vermögen
  • Arbeitslosigkeit
  • langfristig Inflation

Negativzins und Bitcoin sind wie Spiegelbilder zueinander. Bitcoin bedeutet

  • Wachstum
  • Aufbau von Vermögen
  • job growth
  • Deflation / Kaufkraftgewinn

thank you for the witness vote :)

Leider bewegen sich die Staaten des "Westens", die einst ein Hort der Freiheit waren, immer mehr in Richtung nach unten.
Vielen Dank für deinen Beitrag.
Wer nicht stets für die Freiheit kämpft, der riskiert ihren Verlust.

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Ja, das sehe ich (leider) auch so. Und der Reparatur-Prozess für die vergangenen und aktuellen politischen Fehler wird viele Jahre in Anspruch nehmen und wird sehr viele Menschen in Mitleidenschaft ziehen.

  • 스팀 코인판 커뮤니티를 이용해주셔서 감사합니다.
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